Durchlaufgewichte in Österreich bei HechtundBarsch.at

Durchlaufgewichte

Durchlaufgewichte gehören zu den echten Urgesteinen unter den Angelbleien - ein Prinzip, das sich seit Jahrzehnten bewährt. Ob aus Blei, Tungsten oder Stahl gefertigt: Sobald Deine Schnur ungehindert durch das Gewicht gleiten kann, hältst Du ein klassisches Durchlaufgewicht in der Hand.

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<h2>Kaufberatung zu Durchlaufgewichten</h2><p>Der Ausdruck <em>„Durchlaufblei“</em> hört man heute kaum noch, denn längst haben sich die Materialien deutlich erweitert. Früher bestand praktisch jedes <strong>Angelgewicht</strong> aus Blei, mittlerweile setzen viele Angler auf <strong>Wolfram (Tungsten)</strong>. Gerade in der Kategorie der Durchlaufgewichte findest Du inzwischen sogar mehr <strong>bleifreie Modelle</strong> als klassische Bleivarianten - ein Trend, der auch mit den unterschiedlichen Materialeigenschaften zusammenhängt.</p><h3>Eigenschaften von Bleigewichten</h3><p>Blei überzeugt durch seine <strong>hohe Dichte</strong> und sinkt entsprechend zügig ab. Die Herstellung ist einfach und kostengünstig, das macht Bleigewichte nach wie vor beliebt. Der Haken an der Sache: Blei ist weich und liefert Dir <strong>keine besonders präzise Rückmeldung vom Gewässergrund</strong>. Hinzu kommt, dass <strong>Blei giftig</strong> ist - immer mehr Länder schränken den Einsatz beim Angeln und in der Jagd bereits ein oder verbieten ihn komplett.</p><h3>Tungsten als Alternative</h3><p>Tungstengewichte bringen eine noch höhere Dichte mit. Bei identischem Gewicht fallen sie also kompakter aus und sinken noch schneller ab. Da Wolfram zudem sehr hart ist, spürst Du die <strong>Bodenstruktur deutlich präziser</strong> in der Rute. Der hohe <strong>Schmelzpunkt</strong> und die aufwändige Verarbeitung machen Tungsten allerdings spürbar teurer als Blei. Dafür bekommst Du mit Tungsten ein komplett <strong>bleifreies</strong> Gewicht.</p><h3>Messing oder Stahl</h3><p>Neben Blei und Tungsten stellt man Durchlaufgewichte auch aus <strong>Messing und Stahl</strong> her. Beide Materialien sind härter als Blei, besitzen jedoch eine deutlich geringere Dichte - bei gleichem Gewicht fallen sie daher größer aus. Preislich bewegen sie sich in etwa auf dem Niveau klassischer Bleigewichte.</p><h2>Anwendungshinweis</h2><p>Bevor Du Dich für ein Durchlaufgewicht entscheidest, überlege Dir kurz, wie Dein Köder absinken soll: Willst Du eine besonders freie, langsame Fallphase, wähle ein leichteres Gewicht in Kombination mit einem größeren Innendurchmesser der Bohrung. Für eine steile, schnelle Präsentation direkt an Kanten oder im Cover empfiehlt sich ein kompaktes Tungsten-Gewicht mit engem Durchlauf. Achte außerdem darauf, das Gewicht regelmäßig auf Grate zu prüfen, damit Deine Schnur nicht beschädigt wird.</p><h2>Varianten von Durchlauf-Gewichten</h2><ul><li>Bullet-Weight</li><li>Free-Rig-Weight (Stabgewicht mit Öse)</li><li>Kugelgewicht</li><li>Black Beans</li><li>Birnengewicht</li></ul><p>Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - hier findest Du lediglich die wichtigsten Typen im Überblick.</p><h3>Bullet-Weights</h3><p>Früher waren die sogenannten <strong>„Walker-Bleie“</strong> verbreitet: Durchlaufbleie mit einer Öse und einem geformten Bleikörper, der beim Schleifen der Montage Hänger vermeiden sollte. Diese Gewichte wurden mittlerweile fast vollständig von den funktionaleren Bullet-Weights - also Gewichten in Patronenform - abgelöst. Sie besitzen eine mittige Bohrung und schlängeln sich dank ihrer Form geschickt durch Hindernisse und Pflanzenbewuchs. Du bekommst Bullet-Weights mit und ohne Kunststoff-Röhrchen. Bei sauber verarbeiteten, gründlich entgrateten Gewichten brauchst Du das Röhrchen nicht unbedingt.</p><p>Bullet-Weights kommen vor allem beim Texas- und Carolina-Rig zum Einsatz.</p><h3>Free-Rig-Weights</h3><p>Stabgewichte besitzen am oberen Ende eine Öse oder einen eingearbeiteten Wirbel mit Öse und eine längliche Form. Die Schnur läuft durch die Öse - eingesetzt werden diese Gewichte etwa beim Free-Rig, beim Jika-Rig oder bei Drop-Shot-Montagen. Ihre schlanke Form produziert kaum Hänger und beeinflusst das Köderspiel wie ein <strong>Stehaufmännchen</strong>, da sie bei der Führung immer wieder seitlich umkippen. Auch <strong>Stabgewichte gibt es aus Blei oder Tungsten</strong>.</p><h3>Kugelgewichte</h3><p>Kugelgewichte sind heute nur noch selten im Handel erhältlich. Es handelt sich um einfache, mittig durchbohrte Bleikugeln, die vor allem für Naturködermontagen genutzt werden.</p><h3>Black Beans</h3><p><strong>Black Beans</strong> sind eine spezielle Tungsten-Gewichtsform und noch <strong>relativ neu am Markt</strong>. Sie funktionieren ähnlich wie ein Bullet-Weight, sorgen im Vergleich dazu aber für eine <strong>steilere Absinkphase</strong> Deines Köders. Das macht sie ideal für den punktgenauen Einsatz an Bäumen und anderem <strong>Cover</strong>, wo <strong>absolute Präzision</strong> gefragt ist.</p><h3>Birnengewichte</h3><p>Birnengewichte bestehen meist aus Blei und werden vorwiegend von Naturköderanglern verwendet. Es gibt aber auch Varianten, die sich fürs <strong>Free-Rig oder Jika-Rig</strong> eignen, teilweise sogar aus Tungsten gefertigt.</p><p>Wie Du siehst, gibt es selbst bei einem scheinbar simplen Thema wie Gewichten einiges zu beachten. Mit diesem Überblick findest Du aber sicher das passende Durchlaufgewicht für Deinen nächsten Angeltag.</p>

Häufige Fragen

Damit sind grundsätzlich alle Gewichte gemeint, durch die Deine Schnur frei hindurchläuft. Das bekannteste Beispiel ist das Bullet-Weight, bei dem die Schnur durch eine mittig platzierte Bohrung geführt wird.
Du setzt sie bei zahlreichen Rig-Varianten ein. Weil die Schnur frei durch das Gewicht läuft, können sich Köder und Blei beim Absinken voneinander trennen - Dein Köder bekommt dadurch eine längere, natürlichere Fallphase. Ein weiterer Vorteil: Bisse übertragen sich unmittelbar in Deine Rutenspitze.
Zu den gängigsten Varianten zählen Bullet-Weights, Birnenbleie, Stabgewichte, Sargbleie und Kugelgewichte.
Blei und Tungsten sind die gängigsten Materialien, gelegentlich kommen aber auch Stahl und Messing zum Einsatz.