
Durchlaufgewichte
Das Durchlaufgewicht gehört zu den echten Klassikern im Angeln - ein Grundprinzip, das sich über Jahrzehnte bewährt hat. Egal ob aus Blei, Wolfram oder Messing: Sobald die Schnur frei durch das Gewicht gleitet, spricht man von einem Durchlaufgewicht. Klingt simpel, macht im richtigen Rig aber den entscheidenden Unterschied.
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<h2>Kaufberatung zu Durchlaufgewichten</h2><p>Den alten Begriff <em>"Durchlaufblei"</em> hört man heute kaum noch - und das aus gutem Grund. Während früher fast alle <strong>Angelgewichte</strong> aus Blei gefertigt wurden, geht der klare Trend inzwischen in Richtung <strong>Wolfram (Tungsten)</strong>. Gerade bei Durchlaufgewichten findest du heute mehr <strong>bleifreie Varianten</strong> als klassische Bleigewichte. Das hat handfeste Gründe, die in den Materialeigenschaften liegen.</p><h3>Eigenschaften von Bleigewichten</h3><p>Bleigewichte punkten mit ihrer <strong>hohen Dichte und dem schnellen Absinken</strong>. Sie lassen sich einfach produzieren und waren lange Zeit die günstigste Option. Auf der anderen Seite ist Blei ein vergleichsweise weiches Material, das bei der Bodenführung <strong>kaum Rückmeldung der Gewässerstruktur</strong> liefert. Schwerwiegender ist jedoch, dass <strong>Blei giftig</strong> ist und bei Abrissen eine reale Belastung für das Gewässer darstellt. In immer mehr europäischen Ländern greifen deshalb Verbote für Blei in der Jagd und im Angelsport.</p><h3>Tungsten als Alternative</h3><p>Tungstengewichte überzeugen mit einer noch höheren Dichte als Blei. Das bedeutet: Bei identischem Gewicht sind sie kompakter und sinken schneller auf den Grund. Da Wolfram außerdem extrem hart ist, bekommst du eine <strong>präzise Rückmeldung des Bodens</strong> - jeder Stein, jede Kante ist spürbar. Der Haken: Tungsten hat einen <strong>sehr hohen Schmelzpunkt</strong> und ist aufwändig zu verarbeiten, was sich im Preis niederschlägt. Dafür ist Wolfram vollkommen ungiftig und damit eine saubere Wahl für Gewässer und Umwelt.</p><h3>Messing oder Stahl</h3><p>Neben den beiden Hauptmaterialien werden Durchlaufgewichte auch aus <strong>Messing und Stahl</strong> hergestellt. Beide Materialien sind härter als Blei und ohne Giftwirkung. Allerdings besitzen sie eine deutlich geringere Dichte, was bei gleichem Gewicht zu einem größeren Körper führt. Preislich bewegen sie sich im Bereich der Bleigewichte.</p><h2>Varianten von Durchlauf-Gewichten</h2><ul><li>Bullet-Weight</li><li>Free-Rig-Weight (Stabgewicht mit Öse)</li><li>Kugelgewicht</li><li>Black Beans</li><li>Birnengewicht</li></ul><p>Diese Auflistung umfasst die wichtigsten und gängigsten Typen - einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie nicht.</p><h3>Bullet-Weights</h3><p>Die Vorläufer der heutigen Bullet-Weights waren die sogenannten <strong>"Walker-Bleie"</strong> - Durchlaufbleie mit Öse und einem <strong>geformten Bleikörper</strong>, der Hänger beim Schleifen der Montage reduzieren sollte. Diese Gewichte sind heute so gut wie verschwunden und wurden durch die deutlich besser funktionierenden <strong>Bullet-Weights</strong> in Patronenform abgelöst. Ihre mittige Bohrung und die schlanke Form ermöglichen es ihnen, sich durch Hindernisse und Pflanzenwuchs zu schlängeln, ohne zu haken. Bullet-Weights gibt es mit und ohne Kunststoff-Röhrchen - bei sorgfältig entgrateten Gewichten ist das Röhrchen schlicht nicht nötig. Ihr klassischer Einsatzbereich sind <strong>Texas- und Carolina-Rigs</strong>.</p><h3>Free-Rig-Weights</h3><p>Stabgewichte erkennst du an ihrer länglichen Form und der Öse oder dem eingearbeiteten Wirbel am oberen Ende. Die Schnur läuft durch diese Öse, was sie ideal für <strong>Free-Rigs, Jika-Rigs und Drop-Shot-Montagen</strong> macht. Ihre schlanke Silhouette sorgt für wenig Hänger. Besonders interessant ist ihr Verhalten bei der Köderführung: Ähnlich einem <strong>Stehaufmännchen</strong> kippen sie immer wieder seitlich um und erzeugen damit eine lebendige, unregelmäßige Aktion. Auch <strong>Stabgewichte sind in Blei und Tungsten erhältlich</strong>.</p><h3>Kugelgewichte</h3><p>Kugelgewichte sind heute selten geworden. Es handelt sich um schlichte, mittig durchbohrte Bleikugeln, die vor allem für <strong>Naturködermontagen</strong> eingesetzt wurden.</p><h3>Black Beans</h3><p><strong>Black Beans</strong> sind eine spezielle Entwicklung im Bereich der Tungsten-Gewichte und erst seit Kurzem auf dem Markt. Sie funktionieren ähnlich wie ein Bullet-Weight, sorgen im Vergleich aber für eine <strong>steilere Absinkphase des Köders</strong>. Das macht sie besonders wertvoll für den präzisen Einsatz in <strong>Cover</strong> wie Bäumen oder Strukturen, wo es auf <strong>punktgenaue Platzierung</strong> ankommt.</p><h3>Birnengewichte</h3><p>Birnengewichte bestehen meist aus Blei und sind vor allem bei <strong>Naturköderanglern</strong> beliebt. Es gibt jedoch auch Varianten aus Tungsten, die sich für das <strong>Free-Rig oder Jika-Rig</strong> eignen und dort eine überzeugende Figur machen.</p><h2>Anwendungshinweis</h2><p>Bei der Wahl des richtigen Durchlaufgewichts kommt es auf den jeweiligen Einsatzbereich an. Für <strong>Texas- und Carolina-Rigs</strong> im Kraut oder zwischen Ästen greifst du am besten zum Bullet-Weight - je nach Tiefe und Strömung wählst du das passende Gewicht. Für <strong>Free-Rigs oder Drop-Shot-Montagen</strong> in strukturreichem Gewässer ist das Stabgewicht die bessere Wahl. Als Faustregel gilt: Lieber ein leichteres Gewicht wählen und dem Köder Zeit lassen - eine natürliche, langsame Absinkphase löst oft mehr Bisse aus als das schnelle Absinken eines zu schweren Gewichts.</p><p>Mit diesem Überblick hast du das Handwerkszeug, um für dein nächstes Rig das passende Durchlaufgewicht aus dem Sortiment von <strong>hechtundbarsch.at</strong> herauszusuchen - und das ohne lange zu rätseln.</p>
























