Manchmal ist es schwierig - HechtundBarsch.de

Manchmal läuft einfach nichts – und dann doch

Du liest Manchmal läuft einfach nichts – und dann doch 3 Minuten Weiter Ein Tag auf dem Wasser mit Victor von „Ich geh' angeln"

Jeder, der regelmäßig mit der Rute unterwegs ist, kennt diese Tage. Du probierst alles: Blinker, Wobbler, jeden erdenklichen Gummifisch in jeder Farbe und Form – und trotzdem bleibt der Biss aus. Selbst die Spots, die sonst zuverlässig liefern, schweigen einfach. Kein Zupfen, kein Ziehen, nichts.

Angelspot: Lindwerder

Letzten Sonntag war genau so ein Tag für mich auf der Havel. Voller Vorfreude bin ich mit meinen Jungs von unserer Anlegestelle in Klein Venedig gestartet – E-Motor an, Kurs Lindwerder. Nach eineinhalb Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Am südlichsten Bereich der Insel zeigte das Echolot eine richtig steile Kante: von 2 auf 6 Meter runter, abrupt und sauber. Genau die Art von Struktur, an der sich Fische gerne aufhalten. Dachten wir zumindest. Denn passiert ist dort über Stunden hinweg absolut gar nichts.

Mit jeder weiteren Stunde ohne Reaktion wurden meine Erwartungen kleiner. Irgendwann wäre mir schon das zarteste Zupfen an der Spitze willkommen gewesen – Hauptsache irgendetwas.

Erfolg erst auf dem Rückweg

Als es 17:00 Uhr schlug und der weite Heimweg wartete, haben wir uns noch einmal aufgerafft. Eine letzte Station: die Nordostseite der Insel, an einem sechs Meter tiefen Graben. Meine Wahl fiel auf einen Relax 8 cm Kopyto Gummiköder in der Farbe „Motor Oil", montiert auf einen 14 g Jighaken. Und dann – endlich. Ein satter, deutlicher Biss, die Rute bog sich durch und das Grinsen war mit einem Schlag wieder da. Ein kurzer, aber feiner Drill, und ein 25 cm Barsch lag zur Fotopause im Kescher. Na also, geht doch!

Der nächste Wurf, und direkt wieder „Bang" – der zweite Fisch. Ein richtig farbenprächtig gezeichneter 32 cm Barsch. Offensichtlich war der kleine, dunkle Kopyto genau das Richtige für das etwas trübe Wasser an diesem Spot. Nach diesen beiden Fängen haben wir den Heimweg angetreten. Ein harter Angeltag, keine Frage – und auch wenn am Ende Fische gezählt wurden, war es für meine Jungs leider kein Traumtag.

Learning aus diesem Angeltag

Es gibt Tage, da stimmst Du alles ab, wechselst Köder, probierst Spots, änderst Rigs – und der Fisch interessiert sich trotzdem nicht dafür. Das gehört dazu. Aber genau diese zähen Tage sind es, die einen guten Fangtag später umso süßer machen. Wer das mitnimmt, geht beim nächsten Mal noch hungriger ans Wasser. Wir jedenfalls brennen bereits auf den nächsten Versuch und sind gespannt, was die Havel dann für uns bereit hält.

Bis dahin – ratternde Rollen für euch alle!

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