Beste Angelstellen für Zander in Berlin - HechtundBarsch.de

Die besten Zander-Spots in Berlin - Wo die Stachelprinzen wirklich stehen

Kunstköder vs. Köderfisch: Was bringt dir mehr beim Raubfischangeln? Du liest Die besten Zander-Spots in Berlin - Wo die Stachelprinzen wirklich stehen 4 Minuten Weiter Zander erfolgreich angeln: Die besten Methoden im Check

Weltweit gibt es einige Städte, in denen Zander zur echten Hauptrolle werden. Aber kaum eine davon kann mit Berlin mithalten - zumindest wenn man weiß, wo man suchen muss. Wer die richtigen Stellen kennt, wird mit dieser Stadt absolut nicht enttäuscht.

Wann ist die beste Zeit für Zander?

Grundsätzlich lassen sich auch im Sommer stattliche Zander überlisten - das passiert aber meistens draußen in den großen Seen rund um die Stadt. In Berlin selbst startet die heiße Phase für mich erst, wenn der erste Bodenfrost kommt. Das ist in der Regel irgendwann im Oktober der Fall. Und dann wird es richtig spannend: Je weiter die Saison Richtung 31. Dezember fortschreitet - dem Tag, an dem die Schonzeit beginnt und bis Ende Mai andauert - desto größer werden die Fische im Schnitt.

Was steckt dahinter? Eine plausible Erklärung ist, dass die Zander bei sinkenden Temperaturen aus den umliegenden Seen in die vergleichsweise wärmeren Stadtgewässer einwandern. Und genau dort erwarten wir sie dann schon.

Gute Zanderstelle erkennen

Bevor ich Dir die konkreten Spots nenne, möchte ich kurz erklären, was eine Stelle überhaupt zandertauglich macht. Die Stachelprinzen lieben Kanten - abrupte Tiefenwechsel, in denen sie auf Beute lauern können. Tiefe Mulden und enge Anlage an Spundwänden sind ebenfalls klassische Aufenthaltsorte. Dazu kommt, dass eine ordentliche Strömung die ganze Sache noch attraktiver macht. In den Jahren, in denen ich Berlin abgegrast habe, sind mir am Teltowkanal, an der Spree und an der Havel einige echte Hotspots untergekommen.

Top Zander-Angelstellen in Berlin

Teltowkanal

Am Teltowkanal wird Zander eher selten gezielt nachgestellt - aber das ist eigentlich ein Fehler. Denn der Abschnitt zwischen Königsberger Straße und Wismarer Straße in Steglitz/Lichterfelde hat einiges auf dem Kasten. Das nahegelegene Wasserheizkraftwerk sorgt für Wärme, die unebene Bodenstruktur bietet Deckung und nach Regenfällen zieht dort eine anständige Strömung durch. Das macht diesen Spot zu einer der stärksten Stellen am Teltowkanal innerhalb des Stadtgebiets.

Wer noch ein Stück weiterfahren möchte: Die Machnower Schleuse am Stahnsdorfer Damm liegt nicht allzu weit entfernt und hat schon mehr als einen Zander jenseits der 80 cm hergebracht - von mir persönlich wurden sie immer schonend zurückgesetzt.

Spree

Auch die Spree hält für Zanderangler einiges bereit. Das Wasser ist vergleichsweise warm, der Grund strukturreich. Besonders rund um den Kupfergraben - also alles zwischen Schloßplatz und Monbijoubrücke - lohnt sich die Suche nach guten Einstiegspunkten.

Ein weiterer Spot, der mir immer wieder aufgefallen ist: die Elsenbrücke. Dort stehen regelmäßig Zander. In der Spree selbst habe ich persönlich viele mittelgroße Fische gefangen und nur wenige echte Brocken - aber ich habe schon andere Geschichten gehört, die das Gegenteil beweisen.

Unterhavel

Wenn ich ehrlich bin, schlägt für mich in Berlin kein Gewässer die Unterhavel. Mehrere absolute Topstellen, an denen ich über die Jahre ordentlich Erfolg hatte. Mein persönlicher Bestzander dort misst 92 cm - und im Spandauer Bereich der Havel konnte ich außerdem etliche Fische über 70 cm landen. An starken Tagen sind dort drei oder vier Zander in dieser Größenklasse innerhalb weniger Stunden definitiv drin.

Der gesamte Bereich zwischen der Stößenseebrücke und dem Ende des Havelkanals in Richtung Pichelssee bietet nahezu perfekte Zanderbedingungen.

Halensee

Der Halensee ist ein feiner kleiner See für alle, die dem Zander in Berlin nachstellen wollen. Wichtig zu wissen: Wer nicht Vereinsmitglied ist, darf dort ausschließlich vom Ufer aus fischen. Angelkarten gibt es beim Angelverein Wilmersdorf.

Zander am Halensee

Anwendungshinweis

An all diesen Spots hat sich für mich über die Jahre eine klare Taktik bewährt: Softbaits an einem leichten Jigkopf, langsam über den Grund geführt, direkt an Kanten oder Spundwänden - das funktioniert in den kälteren Monaten besonders zuverlässig. Wenn der Biss ausbleibt, lohnt es sich, die Fallgeschwindigkeit zu variieren oder den Köder für ein paar Sekunden auf dem Grund liegen zu lassen. Zander reagieren auf Pause oft viel besser als auf Bewegung. Bei hechtundbarsch.at findest Du eine breite Auswahl an bewährten Zanderködern für genau solche Situationen.

Zusammenfassung

Die beschriebenen Spots sind ein echter Ausgangspunkt - aber natürlich nicht die einzigen Stellen, die Berlin zu bieten hat. Die anderen verrate ich zu einem späteren Zeitpunkt. Ich freue mich, von Dir zu hören, wie es Dir an diesen Spots ergeht - und wer weiß, vielleicht begegnen wir uns irgendwann auf der Zanderjagd.

Bis dahin: ratternde Rollen für alle!

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