Berlin ist für viele Dinge bekannt – aber dass man hier zu den besten Zanderrevieren Deutschlands zählen kann, wissen nur die wenigsten. Wenn Du weißt, wo Du suchen musst, kannst Du in dieser Stadt wirklich dicke Fische landen.
Wann ist die beste Zeit für Zander?
Grundsätzlich lassen sich auch im Sommer starke Zander überlisten – allerdings eher draußen in den weitläufigen Seen rund um die Stadt. Für mich persönlich beginnt die eigentliche Zandersaison in Berlin erst mit dem ersten Bodenfrost, der sich hier meistens im Oktober ankündigt. Ab dann steigt die Chance auf richtig große Fische von Woche zu Woche, bis die Schonzeit am 31. Dezember beginnt und bis Ende Mai anhält.
Warum schlagen die Bisse gerade im Winter so verlässlich an? Eine plausible Erklärung: Wenn die Temperaturen draußen fallen, wandern die Zander aus den umliegenden Seen in die vergleichsweise wärmeren Stadtgewässer ab – und das spielt uns Anglern natürlich in die Karten.
Gute Zanderstelle erkennen
Bevor ich Dir die konkreten Spots nenne, lohnt es sich, kurz über das Grundprinzip zu sprechen. Zander lieben Kanten. Sie lauern in tiefen Mulden, drücken sich an Spundwände oder halten sich in Bereichen mit ausgeprägter Strömung auf. Genau solche Strukturen habe ich über die Jahre an der Spree, dem Teltowkanal und der Havel ausfindig gemacht – und die besten davon teile ich hier mit Dir.
Top Zander-Angelstellen in Berlin
Teltowkanal
Der Teltowkanal wird von den meisten Zanderanglern komplett ignoriert – ein Fehler. Der Abschnitt zwischen der Königsberger Straße und der Wismarer Straße in Steglitz/Lichterfelde hat nämlich einiges zu bieten: Das nahegelegene Wasserheizkraftwerk sorgt für angenehme Wassertemperaturen, der Boden ist uneben und strukturreich, und nach stärkerem Regen baut sich hier eine ordentliche Strömung auf. Eine der besten Kombinationen, die Du am Teltowkanal innerhalb der Stadtgrenzen finden wirst.
Nicht weit davon entfernt liegt die Machnower Schleuse am Stahnsdorfer Damm. Hier wurden bereits mehrere Zander jenseits der 80 cm gefangen – von mir wurden sie stets schonend zurückgesetzt.
Spree
Auch die Spree hält für Zanderfans einiges bereit. Das Wasser ist vergleichsweise warm und die Bodenstruktur abwechslungsreich. Besonders rund um den Kupfergraben – also alles zwischen Schloßplatz und Monbijoubrücke – warten echte Top-Spots auf Dich.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Elsenbrücke, wo sich regelmäßig gute Zander aufhalten. Meine eigenen Fänge hier waren eher im mittleren Bereich, aber von anderen Anglern habe ich ganz andere Geschichten gehört.
Unterhavel
Wenn ich ehrlich bin: Kein anderes Berliner Gewässer kommt für mich beim Zanderangeln an die Unterhavel heran. Mein persönlicher Bestzander liegt hier bei 92 cm, und speziell im Spandauer Bereich der Havel konnte ich immer wieder Zander über 70 cm überlisten. An einem guten Tag sind drei oder vier ordentliche Fische innerhalb weniger Stunden absolut drin.
Überall zwischen der Stößenseebrücke und dem Ende des Havelkanals gen Pichelssee (Anfang Stößensee) gibt es ideale Zanderbedingungen.
Halensee
Auch der Halensee ist einen Ausflug wert. Nichtvereinsmitglieder dürfen hier allerdings ausschließlich vom Ufer aus fischen – Angelkarten bekommst Du beim Angelverein Wilmersdorf.

Zusammenfassung
Probier die Stellen einfach aus – Du wirst nicht enttäuscht sein. Natürlich gibt es in Berlin noch weitere Spots, die ich zu einem anderen Zeitpunkt vorstellen werde. Ich freue mich, wenn Du mir von Deinen Fängen berichtest, und vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja irgendwann direkt am Wasser.
Eine Auswahl an fängigen Zanderködern findest Du übrigens direkt in unserem Shop!
Bis dahin – ratternde Rollen und pralle Keschertaschen!































