Erfolgreichste Angelmethoden auf Zander - HechtundBarsch.de

Zander erfolgreich angeln: Die besten Methoden im Check

Wer Zander systematisch angeln will, kommt an ein paar bewährten Methoden nicht vorbei. Allen voran sind das das Jiggen und die Faulenzermethode - beide arbeiten mit einer ähnlichen Grundmontage, unterscheiden sich aber beim eigentlichen Führen des Köders grundlegend voneinander. Wer seinen Köderkasten noch weiter aufstellen will, kann außerdem das Carolina Rig oder die Drop-Shot-Methode in den Werkzeugkasten packen. Alle vier Ansätze schauen wir uns hier im Detail an.

Vorbereitung

Als Grundlage empfiehlt sich eine relativ steife Rute mit Spitzenaktion - zum Beispiel eine Shimano Shadow Diaflash in der 0-30g-Klasse. Als Hauptschnur kommt geflochtene Spiderwire Invisi Braid in 0,17 mm zum Einsatz. Am Schnurende wird ein kleiner Wirbel eingehängt, daran folgen rund 50 cm Monofil. Diese Kombination garantiert direkten Kontakt zum Köder, hält die Montage aber gleichzeitig dezent und wenig auffällig im Wasser.

Den Köder kannst Du direkt an der Monofil befestigen oder noch einen kleinen Cross-Lock-Snapwirbel dazwischenhängen - beide Varianten funktionieren gut.

Beim Gewicht des Jigkopfes gilt: Tiefe und Strömung bestimmen die Wahl. Am Heimgewässer Havel haben sich Jigköpfe zwischen 12 und 16 g als verlässlicher Ausgangspunkt bewährt.

Zander-Angelmethoden im Überblick

Jiggen

Beim ersten Hinsehen wirkt das Jiggen auf Zander wie eine Wissenschaft für sich. Ehrlich gesagt ist es die aktivste und zugleich anspruchsvollste der hier vorgestellten Methoden - das solltest Du im Hinterkopf behalten.

Nach dem Auswurf lässt Du den Köder zunächst auf den Grund sinken, die Rutenspitze zeigt dabei Richtung Wasser. Dann kommt ein zügiger Zupfer, der den Köder rund 50 cm vom Boden hebt und die Spitze auf etwa 60° nach oben bringt. Jetzt zählt Schnelligkeit: Sofort einkurbeln, die lose Schnur aufnehmen und die Spitze wieder zum Wasser führen.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, in jeder Phase den Kontakt zum Köder zu halten - nur so registrierst Du jeden Biss unmittelbar. Reiß die Rute dabei nie zu weit hoch, sonst verlierst Du das Gefühl. Besonders lohnend ist diese Methode, wenn Zander richtig heiß auf Beute sind - klassischerweise in den Sommermonaten kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Zander Angeln in der Dämmerung

Faulenzermethode

Der Name ist Programm. Die Faulenzermethode ist gleichzeitig die am häufigsten genutzte und für Einsteiger leichter zugängliche Variante. Charakteristisch ist das Bild des Anglers: Außer beim Wurf und im Drill liegt die Rute die ganze Zeit ruhig mit der Spitze Richtung Wasser - mehr Aufwand braucht es nicht.

Nach dem Auswurf wartest Du geduldig, bis der Köder den Grund erreicht. Wenn die Schnur schlaff wird, ist er unten - ein paar Kurbelumdrehungen, wieder abwarten, absinken lassen. Durch den konstanten flachen Rutenwinkel arbeitet sich der Köder in einem sehr flachen Bogen am Grund entlang und bleibt konsequent in der Bodennähe. Das Einkurbeln sollte sehr langsam geschehen, mit kurzen Pausen - so bekommt jeder wartende Zander die Chance, den Köder zu nehmen.

Carolina Rig

Das Carolina Rig hat seinen Ursprung in den USA, wo es klassisch für den Largemouth-Barsch (Forellenbarsch) eingesetzt wird. Über viele Jahre wurde diese Methode in Simbabwe auf eben diese Fischart mit großem Erfolg angewendet - und nach dem Umzug nach Berlin hat das Rig seinen Platz nicht verloren. Im Gegenteil: Mehrere kapitale Zander und Barsche gingen damit ins Netz.

Die Köderführung ähnelt stark der Faulenzertechnik. Der entscheidende Unterschied liegt in der Montage: Beim Carolina Rig läuft ein Bullet-Blei frei auf der geflochtenen Hauptschnur. Ein Wirbel an deren Ende - also zwischen Geflecht und Monofil - verhindert, dass das Blei bis zum Haken wandert. Direkt hinter dem Bullet-Blei kommt noch eine Glasperle auf die geflochtene Schnur, die beim Aufprall gegen das Blei ein verlockendes „Klack" erzeugt. Als Endmontage dienen rund 70 cm Monofil in 0,3 mm und ein Barbless-Offset-Haken.

Geeignete Köder gibt es viele - häufig kommen krabbentierartige Formen mit viel Eigenbewegung zum Einsatz. Bei stärkerer Strömung ist das Carolina Rig besonders empfehlenswert, wobei die Führung immer langsam bleiben sollte.

Drop-Shot

Auch beim Drop-Shot startet die Montage mit rund 70 cm Monofil, die per kleinem Wirbel an die geflochtene Hauptschnur gehängt wird. Am Ende der Monofil kommt ein spezielles Drop-Shot-Blei, etwa 40 cm darüber wird der Offset-Haken mit einem Palomarknoten direkt an der Schnur befestigt. Als Köder können zwar spezielle Drop-Shot-Modelle genutzt werden, die besten Ergebnisse kamen jedoch auf klassische Jig-Köder - ganz besonders der Lunker City Gabelschwanz hat sich dabei hervorgetan.

Nach dem Auswurf wartest Du, bis das Blei auf dem Grund liegt. Von dort reichen schon minimale, leichte Zupfer der Rute aus - die Schnur sollte dabei immer gespannt bleiben.

Beim Einholen gilt: extrem langsam ist das Stichwort. Der besondere Vorteil des Drop-Shot liegt darin, dass Du den Köder viel länger an einem Punkt halten kannst, weil das Blei am untersten Ende der Montage sitzt und stabil liegt.

Ein weiterer Punkt, der den Drop-Shot von anderen Methoden abhebt: Während Du beim Zanderbiss normalerweise sofort anschlägst, ist es hier besser, einen kurzen Moment zu warten - dann erst den Haken setzen. Das gibt dem Fisch die Zeit, den Köder richtig zu nehmen.

Anwendungshinweis

Bevor Du alle vier Methoden gleichzeitig ausprobieren willst: Fang mit einer an und bring sie wirklich auf den Punkt. Gerade das Jiggen braucht ein paar Ausflüge, bevor sich das Gefühl für Kontakt und Rhythmus einstellt. Starte lieber mit der Faulenzermethode, wenn Du noch wenig Erfahrung mit Softbaits am Grund hast - der Einstieg ist deutlich sanfter und die ersten Bisse kommen meistens schneller. Sobald Du ein solides Grundgefühl entwickelt hast, lohnt es sich, das Carolina Rig oder den Drop-Shot dazuzunehmen und je nach Spot und Strömung zu wechseln. Flexibilität am Wasser macht oft den Unterschied.

Zusammenfassung

Diese vier Methoden decken einen großen Teil der Situationen ab, in denen Du Zander vor der Angel haben kannst. Probiere sie aus, kombiniere sie und schau, was an Deinem Gewässer wirklich funktioniert - denn mehr Abwechslung beim Angeln bedeutet schlicht mehr Spaß und am Ende mehr Fisch. Schreib gerne in die Kommentare, welche Methode bei Dir die Nase vorn hat.

Bis zum nächsten Mal - und mögen Eure Rollen rattern!

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