Niedersachsen ist weit mehr als flaches Land und große Städte wie Hannover oder Braunschweig. Mit der Nordseeküste im Nordwesten, den mächtigen Flüssen Elbe, Weser und Ems, dem Dümmer See und unzähligen weiteren Gewässern ist dieses Bundesland für Angler ein echtes Eldorado - wenn man die richtigen Papiere dabei hat.
In diesem Artikel erfährst Du alles Wichtige rund um den Fischereischein in Niedersachsen: von den Voraussetzungen über die Anmeldung bis hin zur optimalen Vorbereitung auf die Fischerprüfung.
Wer die wichtigsten Fakten zum Fischereischein in Niedersachsen auf einen Blick haben möchte, findet sie in der folgenden Übersichtstabelle. Alle Details folgen anschließend im Fließtext.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Zuständiger Landesverband |
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Was ist der Unterschied zwischen Fischereischein und Fischereierlaubnisschein? |
Der Fischereischein belegt Deine persönliche Sachkunde nach den landesrechtlichen Vorgaben und wird in der Regel durch das Bestehen der Fischerprüfung erworben. Der Fischereierlaubnisschein dagegen ist die konkrete Genehmigung, an einem bestimmten Gewässer oder Gewässerabschnitt die Angel auszuwerfen. Ohne Fischereischein bekommst Du in der Regel keinen Erlaubnisschein - Du brauchst also in fast allen Binnengewässern beide Dokumente. |
Welche Voraussetzungen gelten für die Teilnahme an der Fischerprüfung in Niedersachsen? |
Mindestalter: Teilnahme ab 12 Jahren, Ausstellung des Scheins ab 14 Jahren Zertifikat über die Teilnahme an einem Lehrgang Personalausweis oder Reisepass Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte |
Gibt es Sonderregelungen für Menschen mit Behinderung? |
In Niedersachsen existieren keine speziellen Sonderregelungen. |
Gibt es in Niedersachsen einen Jugendfischereischein? |
Nein. Jugendliche unter 14 Jahren dürfen jedoch in Begleitung eines Fischereischeininhabers mitangeln. |
Wo meldet man sich für die Fischerprüfung an? |
Die Anmeldung läuft über den Anglerverband Niedersachsen. |
Kann man die Prüfung auch außerhalb des eigenen Wohnorts ablegen? |
Wer seinen Hauptwohnsitz in Niedersachsen hat, kann die Fischerprüfung frei in jedem anderen Bundesland ablegen. |
Wo und wann findet die Prüfung statt? Was ist mitzubringen? |
Alle Prüfungstermine und -orte findest Du auf der Homepage des Anglerverbands Niedersachsen unter https://www.av-nds.de/angler-werden/fischerpruefung-termine/. Zur Prüfung mitbringen: Personalausweis oder Reisepass, einen Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte sowie die Einladung zur Fischerprüfung. |
Wie oft findet die Fischerprüfung statt? |
Das variiert je nach Standort. In Beverstedt OT Wollingst etwa findet die Prüfung nur alle 2 Monate statt, in Hannover dagegen bis zu 3 Mal pro Monat. Voraussetzung ist stets eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen. |
Sind Vorbereitungskurse in Niedersachsen Pflicht? |
Nein, ein Kurs ist keine Pflicht. Für Einsteiger erhöht er aber die Chancen erheblich, die Prüfung beim ersten Anlauf zu bestehen. |
Wie lange ist der Fischereischein in Niedersachsen gültig? |
Der Fischereischein in Niedersachsen gilt auf Lebenszeit - keine Verlängerung, keine weiteren Abgaben. |
Ist Angeln in Niedersachsen auch ohne Fischereischein möglich? |
Ja! An bestimmten Küstengewässern ist das Angeln ohne Schein ab 14 Jahren erlaubt. Auch an einzelnen gewerblichen Forellenseen entfällt die Pflicht, sofern dauerhaft Personal vor Ort ist, das das tierschutzgerechte Abhaken, Betäuben und Töten der Fische übernimmt. |
Wie ist die Fischerprüfung in Niedersachsen aufgebaut? |
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil wählst Du im Multiple-Choice-Verfahren aus einem Pool von 360 Fragen 60 aus - je 10 aus 6 Themengebieten. Die Bearbeitungszeit beträgt 60 Minuten. Zum Bestehen brauchst Du mindestens 45 richtige Antworten insgesamt und mindestens 6 je Themengebiet. Die 6 Themengebiete sind:
Im praktischen Teil musst Du 3 Fischbilder korrekt bestimmen und an einem Gummifisch nachweisen, dass Du einen Fisch waidgerecht töten kannst. Abschließend kann der Prüfer noch 1 bis 3 mündliche Fragen aus den 6 Themengebieten stellen. |
Inhaltsverzeichnis:
I.) Angeln in Niedersachsen
a.) Angeln im wasserreichen Norden
b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein
II.) Der Fischereischein in Niedersachsen
a.) Voraussetzungen für die Fischerprüfung
b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung
c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung
(1) Ablauf der Fischereiprüfung
(2) Was wird in der theoretischen Prüfung verlangt?
(3) Was wird in der praktischen Prüfung verlangt?
d.) Prüfungsvorbereitung
(1) Wie bereitest Du Dich am besten vor?
(2) Online-Angelschule: Angelschein bequem von zuhause?
(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge?
(4) Was lernst Du bei Online-Angelschulen?
e.) Wie bekommst Du Deinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?
III.) Fischereierlaubnisscheine erwerben
IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bußgelder
Lüneburger Heide
I.) Angeln in Niedersachsen
a.) Angeln im wasserreichen Norden
Kaum ein Bundesland bietet so eine breite Palette an Angelgewässern wie Niedersachsen. Von der Nordseeküste über die drei großen Ströme Elbe, Weser und Ems bis hin zu kleineren Flüssen, Gräben, Kanälen und stehenden Gewässern - vom beschaulichen Dorfteich bis zum beeindruckenden Steinhuder Meer - findet hier jeder Angler seinen Spot. Egal welcher Zielfisch auf dem Plan steht, die Möglichkeiten sind schier endlos.
Ein besonderer Pluspunkt: An der Küste kannst Du in Niedersachsen sogar ohne Fischereischein die Angel auswerfen. Wer aber in Binnengewässern unterwegs sein möchte, sollte sich vorab genau informieren. Viele Gewässer sind verpachtet - und um dort eine Angelerlaubnis zu bekommen, brauchst Du in den meisten Fällen zuerst Deinen Fischereischein.
Für die Süßwassergewässer im Inland brauchst Du also generell zwei Dinge:
- Den Fischereischein, den Du nach einer staatlichen Prüfung erhältst
- Einen Erlaubnisschein für das Gewässer Deiner Wahl (in der Regel käuflich erwerbbar)
b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein
Wer in Niedersachsen an Binnengewässern angeln will, braucht in aller Regel zuerst den Fischereischein - umgangssprachlich oft einfach „Angelschein" genannt. Erst mit diesem „Führerschein" fürs Angeln kannst Du Dir dann den Fischereierlaubnisschein für ein konkretes Gewässer sichern. Auch wenn die vorgeschaltete Prüfungspflicht manchem im ersten Moment seltsam vorkommt, macht sie durchaus Sinn.
Warum eine Prüfung sinnvoll ist:
- Mindestmaße, Schonzeiten und der Schutz seltener Fischarten greifen nur dann, wenn Angler die betreffenden Arten überhaupt erkennen können.
- Gewässerkundliche Grundlagen helfen Dir, Probleme wie drohende Fischsterben oder Fischkrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu melden.
- Basiswissen erleichtert den Einstieg ins Angeln enorm und sorgt schneller für Fangerfolge.
- Der waidgerechte Umgang mit gefangenen Fischen gehört fest zur Ausbildung dazu.
Fischereischein vs. Fischereierlaubnisschein - der Unterschied
Die beiden Begriffe klingen ähnlich, meinen aber grundlegend verschiedene Dinge:
- Der Fischereischein (auch „Angelschein") ist Dein persönlicher Sachkundenachweis. Du beweist damit - theoretisch und praktisch - dass Du in der Lage bist, gesetzeskonform und verantwortungsvoll zu angeln.
- Der Fischereierlaubnisschein (auch Fischereilizenz, Angelkarte oder Gewässerschein genannt) ist die private Erlaubnis eines Gewässereigentümers oder Pächters, an einem bestimmten Gewässer die Angel auszuwerfen.
Den Fischereierlaubnisschein bekommst Du - egal ob direkt beim Pächter, im Angelgeschäft oder über Online-Plattformen wie Hejfish - in der Regel nur, wenn Du gleichzeitig Deinen Fischereischein vorweisen kannst.
Niedersachsen hat dabei eine Besonderheit: An der Küste brauchst Du weder Fischereischein noch Erlaubnisschein. Auch gewerbliche Forellenseen sind von der Pflicht befreit, solange dauerhaft ein Mitarbeiter vor Ort ist, der sich um eine waidgerechte Behandlung der Fische kümmert. Für Binnengewässer gilt jedoch die übliche Regel: Fischereischein zuerst, dann Erlaubnisschein.
Wichtig! Zwischen dem Angeln ohne Fischereischein und dem Angeln ohne Fischereierlaubnisschein besteht ein erheblicher rechtlicher Unterschied. Wer ohne Fischereischein angelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die in Niedersachsen mit Bußgeldern bis zu 5.000 geahndet werden kann. Wer dagegen ohne Erlaubnisschein des Eigentümers oder Pächters angelt, begibt sich in den Bereich der Fischwilderei gemäß § 293 StGB - das kann neben empfindlichen Geldstrafen auch eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren nach sich ziehen.
II.) Der Fischereischein in Niedersachsen
(Prüfungsvoraussetzungen, Prüfungsanmeldung, Fischereiprüfung, Prüfungsvorbereitung, Beantragung des Fischereischeins, Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen)
In nahezu allen deutschen Bundesländern* ist der Fischereischein laut Landesrecht die Grundvoraussetzung für das Angeln. Ohne ihn kommst Du an kaum einem Gewässer legal an die Angel.
*In Niedersachsen ist das formal zwar etwas anders geregelt, in der Praxis stellen Fischereirechtsinhaber - also Eigentümer und Pächter - ihre Erlaubnisscheine aber fast ausschließlich an Inhaber eines gültigen Fischereischeins aus. |
In Niedersachsen musst Du in einer Prüfung zeigen, dass Du Dich mit Fischen, Gewässern, Angelgerät und den relevanten Fischereigesetzen auskennst. Für die Zulassung zur Prüfung gelten ein paar Grundvoraussetzungen.
a.) Voraussetzungen für die Fischereiprüfung
- Mindestalter
An der Fischereiprüfung darfst Du ab 12 Jahren teilnehmen. Den Fischereischein selbst bekommst Du allerdings erst ab 14 Jahren ausgestellt. - Wohnsitz
Du musst Deinen Wohnsitz in Deutschland haben. - Lehrgang
Eine Kurspflicht gibt es nicht - ein Vorbereitungslehrgang ist aber gerade für Einsteiger wärmstens zu empfehlen.
b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung
Deine Anmeldung zur Fischerprüfung läuft über den Anglerverband Niedersachsen. Du kannst Dich per E-Mail an ang.schmoll@av-nds.de melden und erhältst dann das entsprechende Anmeldeformular.
Alle aktuellen Prüfungstermine mit den jeweiligen Standorten findest Du auf der Homepage des Anglerverbands Niedersachsen: https://www.av-nds.de/angler-werden/fischerpruefung-termine/. Wichtig: Die Anmeldung muss mindestens 21 Tage vor dem gewählten Termin eingehen.
Nach der Anmeldung wird die Prüfungsgebühr fällig, die an den Anglerverband überwiesen werden muss. Erst mit dem Zahlungseingang gilt Dein Platz als gesichert - und Du bekommst das offizielle Vorbereitungsheft mit dem Fragenkatalog zugeschickt. Denk außerdem daran: Damit ein Termin überhaupt stattfindet, werden mindestens 20 Teilnehmer benötigt.
Je nach Standort gibt es Prüfungstermine mehrmals im Monat oder nur alle paar Monate. Plane also rechtzeitig voraus. Auch wenn kein Kurs vorgeschrieben ist, lohnt sich der Besuch eines Vorbereitungslehrgangs - vor allem, wenn Du noch keine Vorkenntnisse mitbringst.
c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung
(1) Ablauf der Fischereiprüfung
Ort und Zeitpunkt Deiner Prüfung wählst Du bereits bei der Anmeldung aus. Damit Du auch wirklich teilnehmen kannst, muss die Prüfungsgebühr fristgerecht auf dem Konto des Anglerverbands eingegangen sein.
Wichtig! Zur Prüfung musst Du Dich ausweisen können - Personalausweis oder Reisepass sind also Pflicht. Bring außerdem einen Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte mit.
Die Fischerprüfung in Niedersachsen gliedert sich in zwei Teile:
- Die Theoretische Prüfung mit 60 Multiple-Choice-Fragen aus 6 Themengebieten
- Die Praktische Prüfung mit einer Demonstration, Fischerkennung und 1 bis 3 mündlichen Fragen
Beim theoretischen Teil zieht Du aus einem Fragenkatalog mit 360 Fragen je 10 aus 6 verschiedenen Themengebieten. Für die Beantwortung der 60 Fragen hast Du 60 Minuten Zeit - das ist in aller Regel mehr als ausreichend.
Im praktischen Teil musst Du nachweisen, dass Du einen Fisch waidgerecht betäuben und töten kannst, und außerdem Fischarten sicher bestimmen. Ergänzend kann der Prüfer noch Fragen stellen.
Wer besteht, erhält das Prüfungszeugnis - damit gehst Du dann zur zuständigen Gemeinde, Samtgemeinde oder kreisfreien Stadt und beantragst Deinen Fischereischein.
(2) Was wird in der theoretischen Prüfung verlangt?
Theoretische Prüfung: Der Fragenkatalog umfasst 360 Fragen aus 6 Themenkomplexen:
- Allgemeine Fischkunde: Körperbau, Organfunktionen, Krankheiten bei Fischen, Krebstieren und Neunaugen
- Spezielle Fischkunde: Besonderheiten einzelner Fischfamilien und -arten, Fortpflanzung, bevorzugte Lebensräume, Physiognomie
- Gewässerkunde: Gewässerarten und ihre Eigenschaften
- Tierschutz, Naturschutz und Umweltschutz: bedrohte Arten, Vegetation am und im Wasser, Pflichten des Anglers als Naturschützer
- Gerätekunde: Angelgerät und Zubehör
- Gesetzeskunde: Fischereigesetz, geschützte Tierarten, Rechte und Verhaltenspflichten von Anglern
In der Prüfung werden je 10 Fragen pro Themenbereich gestellt, insgesamt also 60 Fragen. Bearbeitungszeit: 60 Minuten. Bestanden hast Du, wenn Du mindestens 6 Fragen je Themengebiet und insgesamt mindestens 45 Fragen richtig beantwortest. Die Fragestellung erfolgt im Multiple-Choice-Format - pro Frage ist eine korrekte Antwort anzukreuzen.
(3) Was wird in der praktischen Prüfung verlangt?
Der praktische Prüfungsteil ist deutlich kompakter als der theoretische. Das Zusammenbauen von Rutenkombos oder ähnliches wird nicht mehr abgefragt - das ist mit der Gerätekunde im Theorieteil abgedeckt. Was Du aber zeigen musst: Du demonstrierst an einem großen Gummifisch, wie man einen Fisch waidgerecht betäubt und tötet. Danach musst Du 3 von 54 möglichen Fischbildern korrekt benennen. Abschließend können noch 1 bis 3 mündliche Fragen aus den 360 Prüfungsfragen folgen.
Prüfungsvorbereitung: Wie lange muss ich lernen?
Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht - das hängt von Deinem Vorwissen, Deiner Lerngeschwindigkeit und der Zeit ab, die Du investieren kannst. Als grobe Orientierung: Mit einem Lernzeitraum von etwa 4 bis 6 Wochen bist Du gut aufgestellt. Der Prüfungsrahmen ist klar definiert, und in den folgenden Abschnitten zeigen wir Dir, wie Du die Vorbereitung am effizientesten angehst.
d.) Prüfungsvorbereitung
(1) Wie bereitest Du Dich am besten vor?
Ein Vorbereitungskurs ist in Niedersachsen keine Pflicht - Du kannst Dich also theoretisch auch ohne Kurs zur Prüfung anmelden. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Wer noch keine Anglererfahrung mitbringt, sollte entweder einen Präsenzkurs besuchen oder auf einen flexiblen Onlinekurs setzen - beispielsweise über die Anglerschmiede.de. Der große Vorteil eines Onlinekurses: zeitliche Flexibilität, gezieltes Vertiefen schwacher Themenbereiche und Support bis zum ersten echten Fangerfolg. Du steigerst damit nicht nur Deine Chancen, die Prüfung zu bestehen - sondern auch Deine Fangquote, sobald Du das erste Mal mit gültigem Schein am Wasser stehst.
(2) Online-Angelschule: Angelschein bequem von zuhause?
Mehrere Wochenenden am Stück für Präsenzkurse zu opfern ist für viele schlicht nicht drin - ob wegen Job, Familie oder anderer Verpflichtungen. Genau hier punkten Onlinekurse mit ihrer zeitlichen Freiheit. Du lernst dann, wenn es Dir passt, und nutzt freie Zeitfenster effizient - ganz gleich, wo Du gerade bist.
---> Unser Tipp: Die Anglerschmiede <---
Flexibel und bequem lernen - egal von wo! Die Online-Angelakademie bereitet Dich bundeslandspezifisch auf die Fischereischeinprüfung vor. Um ein hohes Ausbildungsniveau zu gewährleisten, arbeitet die Anglerschmiede mit bekannten Angel-Experten wie Marc Ptacovsky, Enrico di Ventura, Marc Voosen oder Stefan Seuß zusammen. Darüber hinaus bietet sie Expertenkurse zu Themen wie Hecht-, Wels-, Barsch- und Karpfenangeln sowie Rutenbau an!

(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge für die Fischereiprüfung?
In Niedersachsen hast Du die Wahl zwischen Präsenzkursen - zum Beispiel bei Angelvereinen - und Onlinekursen verschiedener Anbieter. Präsenzkurse sind häufig etwas günstiger, dafür aber zeitlich unflexibel und richten sich nach dem allgemeinen Lerntempo der Gruppe. Onlinekurse bieten dagegen maximale Flexibilität und erlauben Dir, das eigene Lerntempo selbst zu bestimmen. Einzelne Anbieter haben zudem attraktive Kombi-Angebote, bei denen Angelequipment inklusive ist - da schmilzt der Preisvorteil der Präsenzkurse schnell dahin.
SPARTIPP! Bei der Anglerschmiede gibt es den Vorbereitungskurs für die Fischereiprüfung in Niedersachsen - und zu jedem Kurs, egal ob Vorbereitungs- oder Expertenkurs, liegt ein exklusives LMAB-Köderpaket gratis dazu! |
(4) Was lernst Du bei Online-Angelschulen?
Was erwartet Dich also konkret in den verschiedenen Kursformaten?
Beide Varianten - Präsenz und Online - decken alle prüfungsrelevanten Themen ab. Da es in Niedersachsen keine Kurspflicht gibt, existiert auch keine Mindeststundenzahl. Bei Präsenzkursen arbeitet der Kursleiter meist mit aufbereiteten Lehrbüchern, ergänzt durch Schaubilder, kurze Videosequenzen und weitere Hilfsmittel.
Präsenzkurse
pro |
contra |
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- Gemeinsam lernen macht Spaß - Direkte Rückfragen möglich - Oft günstiger |
- Fester, linearer Ablauf - Feste Unterrichtszeiten - Lernen im Gruppentempo |
Onlinekurse folgen einer ähnlichen inhaltlichen Struktur, sind aber deutlich flexibler aufgebaut. Die einzelnen Lerneinheiten sind in sich abgeschlossen - Du kannst die Reihenfolge selbst bestimmen und einzelne Kapitel so oft wiederholen, wie Du möchtest. Inhalte werden regelmäßig aktualisiert, was digital schneller und einfacher geht als bei gedruckten Materialien. Dein persönlicher Lernfortschritt wird statistisch erfasst, sodass Du jederzeit siehst, wo noch Nachholbedarf besteht. Probeprüfungen lassen sich genauso flexibel absolvieren wie das eigentliche Lernen. Nach dem Kursabschluss kannst Du Dich bei vielen Anbietern direkt über deren Portal zur Fischerprüfung anmelden.
Online-Kurse
pro |
contra |
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- Maximale zeitliche Flexibilität - Jederzeit pausieren und Inhalte wiederholen - Hochwertige Lernvideos - Automatische Statistiken zum Lernfortschritt - Rückfragen per E-Mail oder im Kurs jederzeit möglich |
- Keine direkten Rückfragen in Echtzeit - Kein gemeinsames Lernen mit anderen |
Auch wenn die Vorbereitung auf den praktischen Prüfungsteil in Präsenzkursen etwas greifbarer ist, bieten gute Online-Angelschulen detaillierte Lernvideos und digitale Tests rund um Gerätekunde und Knotentechnik. Ein bisschen Eigendisziplin braucht es - aber mit der richtigen Motivation klappt das Selbstlernen mindestens genauso gut, weil der „Lehrmeister" im Onlinekurs immer verfügbar ist.
e.) Wie bekommst Du Deinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?
Wer mit einem soliden Onlinekurs - wie dem der Anglerschmiede - gut vorbereitet in die Prüfung geht, sollte sie ohne große Probleme bestehen. Nach dem Bestehen erhältst Du Dein Prüfungszeugnis. Damit gehst Du zu Deiner zuständigen Gemeinde, Samtgemeinde oder kreisfreien Stadt und beantragst den Fischereischein. Neben dem Prüfungszeugnis brauchst Du dafür ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ein Passfoto. Da der Fischereischein in Niedersachsen auf Lebenszeit gilt, fallen danach weder Verlängerungsgebühren noch weitere Fischereiabgaben an. Was Du ab diesem Moment noch brauchst, ist einzig der Fischereierlaubnisschein für das jeweilige Gewässer, das Du befischen möchtest.
III.) Fischereierlaubnisscheine erwerben
Abgesehen von der Nordseeküste ist der Fischereierlaubnisschein das entscheidende Dokument, das Dir das Angeln an einem konkreten Gewässer erlaubt. Du bekommst ihn in der Regel gegen eine Gebühr vom Pächter oder Eigentümer. Gewässer wie Elbe und Dümmer See gehören beispielsweise zum Anglerverband Niedersachsen - die entsprechenden Erlaubnisscheine sind dort direkt erhältlich. Eine Übersicht der Verbandsgewässer findest Du auf deren Homepage: https://www.av-nds.de/angeln/verbandsgewaesser/. Andere Gewässer sind in der Hand von Angelvereinen oder Privatpersonen.
IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bußgelder
Angeln ohne privatrechtliche Genehmigung - sprich ohne Fischereierlaubnisschein - ist keine Kleinigkeit. Es gilt als Straftat nach § 293 StGB (Fischwilderei) und kann nicht nur mit einer Geldstrafe, sondern mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren enden.
Daneben gibt es eine Reihe weiterer Verstöße, die zwar nicht strafrechtlich, aber als Ordnungswidrigkeit geahndet werden - mit Geldbußen bis zu 5.000. Mitgeführtes Angelgerät kann dabei zusätzlich eingezogen werden.
Beispiele für Ordnungswidrigkeiten (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/angeln-ohne-angelschein/niedersachsen/)
Folgende Verstöße können mit Geldbußen geahndet werden:
- Fangfertiges Fischereigerät an einem Gewässer, für das keine Genehmigung vorliegt
- Muschelfang in Küstengewässern ohne entsprechende Erlaubnis
- Fischfang mit verbotenen Mitteln oder Verfahren
- Einsetzen von Fischen oder Krebsen, bei denen Krankheitsverdacht bestand
- Fischfang an Fischwegen oder angrenzenden Gewässerstrecken
- Nicht mitgeführter Fischereierlaubnisschein, Personalausweis oder Fischereischein bzw. Verweigerung der Vorlage auf Verlangen
- Entnahme von Muscheln aus einem Muschelkulturbezirk unter Beschädigung der Kultur
- Missachtung von Schonzeiten oder Mindestmaßen
Achtung: Diese Aufzählung ist nicht vollständig und dient lediglich als grober Überblick.































