Dein Fischereischein für Sachsen-Anhalt!

Dein Fischereischein für Sachsen-Anhalt - Alles, was Du wissen musst!

Die Anglergemeinschaft boomt! Über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland stehen regelmäßig am Wasser - und es werden stetig mehr! Frische Luft, Entschleunigung, Naturerlebnis und die Aussicht auf selbst gefangenen Fisch auf dem Teller - das sind starke Argumente für das schönste Hobby, das es gibt. Einfach die Rute schnappen und loslegen funktioniert bei uns allerdings nicht so einfach. Wer in Deutschland legal angeln möchte, braucht einen Fischereischein - im Volksmund oft als „Angelschein" bezeichnet. Dessen Erwerb ist an eine Fischereiprüfung geknüpft. Da das Fischereirecht in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich Prüfungsanforderungen und -inhalte von Bundesland zu Bundesland.

In diesem Beitrag erfährst Du alles Wissenswerte rund um den Fischereischein in Sachsen-Anhalt: Welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, welche Unterlagen Du brauchst und was dabei auf Dich zukommt.

Wer schon weiß, dass er die Fischereiprüfung in Sachsen-Anhalt ablegen möchte, dem sei unsere Angelakademie wärmstens ans Herz gelegt! Die Online-Kurse der Anglerschmiede ermöglichen eine flexible, schnelle und ortsunabhängige Prüfungsvorbereitung.

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Tabelle zur Übersicht - Details im Fließtext!

Für alle, die sich schnell einen ersten Überblick verschaffen wollen, haben wir die wichtigsten Fakten zum Fischereischein in Sachsen-Anhalt als kompakte Tabelle zusammengefasst. Im anschließenden Fließtext gehen wir dann auf alle Punkte ausführlich ein.

Die wichtigsten Infos rund um den Fischereischein in Sachsen-Anhalt

Zuständiger Landesverband

Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V.

Gibt es einen Unterschied zwischen Fischereischein und Fischereierlaubnisschein?

Der Fischereischein belegt Deine persönliche Sachkunde gemäß den landesrechtlichen Vorschriften und wird in der Regel durch das Bestehen der Fischerprüfung erworben. Der Fischereierlaubnisschein hingegen ist die Genehmigung, an einem konkreten Gewässer oder Gewässerabschnitt die Angel auswerfen zu dürfen. Ohne gültigen Fischereischein bekommst Du in aller Regel keinen Erlaubnisschein. Wer in Deutschland angeln gehen will, braucht an nahezu jedem Gewässer beide Dokumente gleichzeitig.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um an der Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt teilnehmen zu können?

  • Mindestalter: ab 14 Jahre
  • Antrag auf Zulassung zur staatlichen Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt
  • Zertifikat über Teilnahme am Lehrgang
  • Bestätigung über Teilnahme am Praxistag
  • Gültiger Reisepass (inklusive Meldebestätigung) oder Personalausweis
  • Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte

Gibt es eine Sonderregelung für Menschen mit Behinderung?

Wer aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, die reguläre Fischerprüfung abzulegen, kann einen Sonderfischereischein erwerben. Dieser berechtigt zum Friedfischfang, jedoch ausschließlich in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers.

Gibt es in Sachsen-Anhalt einen Jugendfischereischein?

Ja. Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren können nach einer vereinfachten, kindgerechten Fischerprüfung einen Jugendfischereischein erwerben und dann auch ohne Begleitperson auf Friedfisch angeln gehen.

Wo meldet man sich für die Fischerprüfung an?

Die Anmeldung zur Fischerprüfung erfolgt bei der Unteren Fischereibehörde.

Ist es möglich, sich für die Fischerprüfung an einem anderen Ort als an seinem Wohnort anzumelden?

Das Ablegen der Prüfung außerhalb des eigenen Wohnortes ist grundsätzlich nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

Wo und wann findet die Prüfung statt? Was benötigt man am Tag der Prüfung?

Aktuelle Prüfungstermine und -orte findest Du HIER!

Am Prüfungstag musst Du Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebestätigung), das Zertifikat über den absolvierten Vorbereitungskurs, das Zertifikat über den Praxistag, den ausgefüllten Antrag auf Zulassung zur staatlichen Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt sowie einen Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte mitbringen.

Wie häufig findet die Fischerprüfung statt?

Pro Ort und Jahr gibt es in der Regel zwei Prüfungstermine.

Sind Vorbereitungskurse für die Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt verpflichtend?

Ja, zwingend erforderlich. Es muss entweder ein 30-stündiger Präsenzkurs oder ein gleichwertiger, anerkannter Onlinekurs absolviert werden. Hinzu kommt die Pflichtbeteiligung an einem 6-8-stündigen Praxistag.

Wie lange ist der Fischereischein in Sachsen-Anhalt gültig?

Du kannst zwischen verschiedenen Laufzeiten wählen: 1, 2, 3, 4, 5 Jahre oder lebenslang. Die anfallenden Kosten (Gebühr plus Fischereiabgabe) staffeln sich entsprechend der gewählten Laufzeit.

Besteht in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, auch ohne Fischereischein zu angeln?

Grundsätzlich nein, da an jedem Gewässer Fischereischein und Fischereierlaubnisschein Pflicht sind. Eine Ausnahme gilt lediglich für geschlossene Gewässer unter 500 qm auf eingefriedeten Grundstücken - und auch dort nur für den Eigentümer selbst oder mit dessen ausdrücklicher Einwilligung.

Wie ist die Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt aufgebaut? Was sind die einzelnen Prüfungsinhalte?

Die Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der Theorieteil läuft im Multiple-Choice-Verfahren ab: Aus einem Fragenpool von 612 Fragen werden insgesamt 60 Fragen gestellt, je 15 aus den folgenden vier Themengebieten. Zum Bestehen müssen mindestens 45 Fragen korrekt beantwortet werden.

Die 4 Themengebiete sind:

  1. Fischkunde
  2. Gerätekunde
  3. Gewässerkunde
  4. Gesetzeskunde

Im mündlich-praktischen Teil werden Fragen zu folgenden Bereichen gestellt:

  • Verhalten während des Angelns
  • Umgang mit Angelgeräten
  • Fischereirecht und angrenzende Rechtsgebiete
  • Waidgerechtes Versorgen gefangener Fische

Inhaltlich baut der praktische Teil eng auf der Theorie auf. Alle relevanten Themen werden im Kurs und am Praxistag vermittelt.

Welche Kosten sind für den Angelschein in Sachsen-Anhalt zu erwarten?

Die Kosten für Vorbereitungskurse variieren je nach Anbieter. Der Online-Vorbereitungskurs der Anglerschmiede wird regelmäßig durch attraktive Gutschein-Aktionen oder Köder-Starterpakete ergänzt, mit denen Du einen erheblichen Teil der Ausgaben wieder einsparen kannst.

Für den verpflichtenden Praxistag fällt eine Gebühr an den jeweiligen Veranstalter an.

Für die Prüfung selbst wird eine Prüfungsgebühr fällig, die sich je nach Alter unterscheidet.

Nach bestandener Prüfung gehst Du mit dem Zeugnis zur Unteren Fischereibehörde Deiner Gemeinde oder Stadt. Dort lässt Du Dir den Fischereischein ausstellen. Die dabei anfallenden Gebühren und die Fischereiabgabe richten sich nach der gewählten Laufzeit des Scheins.

Inhaltsverzeichnis:

I.) Angeln in Sachsen-Anhalt

a.) Tolle Gewässer in toller Natur

b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein

II.) Der Fischereischein in Sachsen-Anhalt

a.) Voraussetzungen für die Fischerprüfung

b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung

c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung

(1) Ablauf der Fischereiprüfung

(2) Was genau wird in der Theoretischen Prüfung verlangt?

(3) Was genau wird in der Praktischen Prüfung verlangt?

d.) Prüfungsvorbereitung

(1) Wie bereitet man sich am besten vor?

(2) Online-Angelschule: Angelschein vom Sofa aus?

(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge für die Fischereiprüfung?

(4) Was lernt man bei (Online-) Angelschulen?

e.) Wie erhält man seinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?

f.) Sonderfall Friedfisch-Fischereischein

III.) Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen

IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bußgelder

Magdeburger Elbe bei Hochwasser

I.) Angeln in Sachsen-Anhalt

a.) Tolle Gewässer in toller Natur

Sachsen-Anhalt hat für Angler einiges zu bieten. Die Elbe dürfte als bekanntestes Gewässer ganz oben auf der Liste stehen, doch auch Saale und Mulde punkten mit hervorragenden Fischbeständen und machen richtig Spaß. Wer lieber an stehenden Gewässern fischt, wird am Goitzschesee, am Arendsee oder an den Mansfelder Seen fündig. Dazu kommen viele kleinere Spots, an denen man manchmal echte unbekannte Juwelen entdeckt. Wer die Natur besonders zu schätzen weiß, wird den Nationalpark Harz lieben - und auch der dünn besiedelte Norden des Landes hat mit seinen stillen Ecken einen ganz eigenen Reiz.
Eine echte Spezialität, die nur wenige Bundesländer vorweisen können, ist das Winterangeln auf Quappen. Dieser Süßwasserdorsch lässt sich in guten Stückzahlen in Unstrut, Mulde und Saale fangen - allerdings gilt: Je bitterer die Kälte, desto aktiver die Quappe. Nichts für Warmduscher also!
Ein echter Geheimtipp für alle, die neue Gewässer erkunden wollen, ist der Angelatlas Sachsen-Anhalt. Diese interaktive Landkarte des LAV Sachsen-Anhalt listet sämtliche Angelgewässer des Bundeslandes und stellt dazu eine Menge nützlicher Infos bereit.

Wie in den meisten anderen Bundesländern brauchst Du auch in Sachsen-Anhalt zwei Dokumente, um legal angeln zu dürfen:

  • den Fischereischein, der durch eine staatliche Prüfung erworben wird, und
  • einen Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer, an dem Du angeln möchtest (in der Regel käuflich erhältlich)
b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein

Wer in Sachsen-Anhalt die Angel ins Wasser werfen möchte, benötigt zunächst einen gültigen Fischereierlaubnisschein für das entsprechende Gewässer. Diesen bekommst Du aber nur, wenn Du bereits einen Fischereischein besitzt - und der setzt wiederum das Bestehen einer Prüfung nach absolviertem Kurs und Praxistag voraus. Klingt aufwendig? Macht aber Sinn:

Gründe für einen prüfungsgebundenen Fischereischein:

  • Nur wer Fische sicher erkennt und unterscheiden kann, hält sich auch wirklich an Mindestmaße, Schonzeiten und den Schutz seltener Arten.
  • Grundwissen in der Gewässerkunde hilft dabei, ökologische Probleme wie drohendes Fischsterben, Fischkrankheiten oder Naturgefahren früh zu erkennen und zu melden.
  • Ein solides Basiswissen erleichtert den Einstieg ins Angeln erheblich und sorgt schneller für erste Fangerfolge.
  • Der waidgerechte Umgang mit gefangenen Fischen wird gezielt erlernt.

Fischereischein vs. Fischereierlaubnisschein

Obwohl sich die Begriffe ähnlich anhören, ist der Unterschied grundlegend und für jeden Angler wichtig zu kennen.

  • Der Fischereischein (auch „Angelschein" genannt) ist der offizielle Nachweis Deiner persönlichen Sachkunde. Er wird durch das Bestehen der Fischereiprüfung erlangt und belegt, dass Du das Angeln unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Verhaltensregeln beherrschst.
  • Der Fischereierlaubnisschein (auch als Fischereilizenz, Angelkarte oder Gewässerschein bekannt) ist die Genehmigung, an einem ganz bestimmten Gewässer oder Gewässerabschnitt angeln zu dürfen.

Für den Erhalt eines Erlaubnisscheins brauchst Du in aller Regel den Fischereischein als Grundvoraussetzung. Ob Du Dich direkt an den Pächter wendest, im Angelgeschäft kaufst oder eine Online-Plattform wie Hejfish nutzt - ohne Fischereischein läuft nichts.

Wichtig! Der rechtliche Unterschied zwischen dem Angeln ohne Fischereischein und dem Angeln ohne Fischereierlaubnisschein ist erheblich. Das Angeln ohne Fischereischein gilt als Ordnungswidrigkeit und kann in Sachsen-Anhalt mit Bußgeldern von bis zu mehreren tausend Euro geahndet werden. Wer dagegen ohne Erlaubnisschein des Gewässereigentümers oder -pächters angelt, macht sich der Fischwilderei schuldig (§ 293 StGB) - das kann nicht nur mit einer Geldstrafe, sondern auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren enden.

Die Zander-Koryphäe von der Elbe: Veit Wilde

II.) Der Fischereischein in Sachsen-Anhalt

(Prüfungsvoraussetzungen, Prüfungsanmeldung, Fischereiprüfung, Prüfungsvorbereitung, Beantragung des Fischereischeins, Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen, Sonderfall Friedfisch-Fischereischein)

In nahezu allen Bundesländern* schreibt das Landesrecht einen Fischereischein (auch „Angelschein") als Pflichtdokument zum Angeln vor. Egal an welchem deutschen Gewässer Du stehst - ohne Fischereischein kommst Du nicht weit.

*In Niedersachsen ist das zwar formal nicht so geregelt, in der Praxis vergeben Fischereirechtsinhaber (Eigentümer, Pächter) Erlaubnisscheine jedoch ausschließlich an Personen mit gültigem Fischereischein.

In Sachsen-Anhalt musst Du in einer Prüfung nachweisen, dass Du Dich mit einheimischen Fischarten, Gewässerkunde, Gerätekunde und Fischereigesetzen auskennst. Für die Zulassung zur Prüfung müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

a.) Voraussetzungen für die Fischereiprüfung
  • Das Mindestalter für die Fischereiprüfung liegt bei 14 Jahren.
  • Anmeldung spätestens 4 Wochen vor dem Prüfungstermin
  • Antrag auf Zulassung zur staatlichen Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt
  • Zertifikat über die Absolvierung eines Vorbereitungskurses inklusive Teilnahmebestätigung am Praxistag
  • Kopie des Personalausweises oder Reisepasses - beim Reisepass zusätzlich eine Kopie der Meldebescheinigung
  • Der Wohnsitz muss in Sachsen-Anhalt liegen.
b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung

Die Anmeldung zur Prüfung ist online über die Fischereibehörde möglich. Wer den Onlinekurs von anglerschmiede.de belegt hat, kann sich auch direkt über das dortige Portal anmelden und findet dort alle verfügbaren Prüfungs- und Praxistagtermine auf einen Blick.

Der Anmeldeschluss liegt vier Wochen vor dem Prüfungstermin. Außerdem muss zu diesem Zeitpunkt sowohl der Vorbereitungskurs abgeschlossen als auch der Praxistag absolviert sein - ohne diese beiden Bausteine ist eine Prüfungsteilnahme nicht möglich!

Nach der Anmeldung wird die Prüfungsgebühr fällig, die je nach Altersgruppe unterschiedlich hoch ist.

c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung
(1) Ablauf der Fischereiprüfung

Prüfungsort und -datum wählst Du bereits bei der Anmeldung aus. Achte unbedingt darauf, dass die Prüfungsgebühr fristgerecht eingegangen ist - sonst kann Deine Teilnahme gefährdet sein.

Wichtig! Zu Beginn der Prüfung wird Deine Identität festgestellt. Bringe daher zwingend Deinen Personalausweis oder Reisepass mit - beim Reisepass zusätzlich eine Kopie der Meldebestätigung. Auch einen blau oder schwarz schreibenden Kugelschreiber solltest Du nicht vergessen.

Die Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Die Theoretische Prüfung mit 60 Fragen aus 4 Themengebieten
  • Die Praktische Prüfung mit mündlichen Fragen

Die Theoretische Prüfung läuft im Multiple-Choice-Verfahren ab. Pro Frage stehen 3 Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, von denen Du die richtige markieren musst. Aus einem Gesamtpool von 612 Fragen werden je 15 Fragen aus den 4 Themenbereichen gezogen.

Bei der Praktischen Prüfung beanwortest Du mündlich gestellte Fragen, deren Inhalte eng an den Stoff der Theorieprüfung angelehnt sind.

Nach erfolgreichem Bestehen erhältst Du Dein Prüfungszeugnis. Damit gehst Du zur Gemeinde und beantragst Deinen Fischereischein.

(2) Was genau wird in der Theoretischen Prüfung verlangt?

Der Fragenpool für die Theoretische Prüfung umfasst insgesamt 612 Fragen aus vier Themenkomplexen:

- Fischkunde: Körperbau, Organfunktionen und Krankheiten bei Fischen, Krebstieren und Neunaugen sowie Besonderheiten einzelner Fischfamilien und -arten hinsichtlich Fortpflanzung, bevorzugtem Lebensraum und Physiognomie.

- Gerätekunde: Angelgerät und Zubehör, das beim Angeln zum Einsatz kommt, sowie das Knoten-Know-how.

- Gewässerkunde: Gewässertypen und ihre jeweiligen ökologischen Eigenschaften.

- Gesetzeskunde: Landesfischereigesetz Sachsen-Anhalt, geschützte Tierarten an Gewässern sowie Rechte und Pflichten von Anglern.

Aus diesem Pool werden für die Prüfung je 15 Fragen pro Themengebiet ausgewählt, also 60 Fragen insgesamt. Um zu bestehen, müssen mindestens 45 davon richtig beantwortet werden. Jede Frage bietet drei Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist.

(3) Was genau wird in der Praktischen Prüfung verlangt?

Der Inhalt der Praktischen Prüfung baut direkt auf dem Stoff der Theorie auf. Besonderes Gewicht liegt auf dem Verhalten am Wasser, dem richtigen Umgang mit dem Angelgerät, dem Fischereirecht und angrenzenden Rechtsgebieten sowie dem waidgerechten Versorgen gefangener Fische. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fischereiordnung von Sachsen-Anhalt. Alle diese Themen werden im Onlinekurs von www.anglerschmiede.de gründlich vermittelt.

Prüfungsvorbereitung: Wie lange muss ich lernen?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, denn Vorwissen, Lerngeschwindigkeit und verfügbare Zeit spielen eine große Rolle. Als grobe Orientierung gilt: Wer etwa 4 bis 6 Wochen einplant, macht nichts falsch. Keine Sorge - der Prüfungsstoff ist klar umrissen und in den folgenden Abschnitten erfährst Du, wie Du Dich am effektivsten vorbereitest.

d.) Prüfungsvorbereitung
(1) Wie bereitet man sich am besten vor?

Der Vorbereitungskurs ist gleichzeitig die beste Lerngrundlage für die Prüfung - dort wird Dir genau das Wissen vermittelt, das Du brauchst. Grundsätzlich hast Du die Wahl zwischen Präsenzkursen, wie sie beispielsweise Angelvereine anbieten, und Onlinekursen wie dem von www.anglerschmiede.de. Präsenzkurse finden zu festen Terminen in der Gruppe statt - das Lerntempo richtet sich nach dem Kurs, nicht nach Dir. Onlinekurse bieten deutlich mehr zeitliche Freiheit: Du lernst dann, wenn es in Deinen Alltag passt, kannst Dich auf Schwachstellen konzentrieren und den Kursleiter jederzeit mit individuellen Fragen kontaktieren. Welches Format besser zu Dir passt, musst Du letztlich selbst entscheiden.

(2) Online-Angelschule: Angelschein vom Sofa aus?

Wer mehrere Wochenenden am Stück für Präsenzkurse nicht erübrigen kann, wird die Flexibilität von Onlinekursen schnell schätzen lernen. Ob berufliche Verpflichtungen, Familienleben oder sonstige Einschränkungen - beim Onlinekurs nutzt Du jedes freie Zeitfenster effektiv. Kein Wunder also, dass diese moderne und familienfreundliche Alternative immer mehr Zuspruch findet.

(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge für die Fischereiprüfung?

In Sachsen-Anhalt stehen Dir Präsenzkurse bei Angelvereinen sowie Onlinekurse zur Wahl. Die Preise variieren je nach Anbieter und Format. Präsenzkurse sind oft etwas günstiger, dafür zeitlich weniger flexibel und richten sich im Tempo nach der Gruppe. Onlinekurse bieten mehr Freiheit beim Lernen und lassen sich individuell an den eigenen Kenntnisstand anpassen. Besonders attraktiv werden Onlinekurse, wenn Sparangebote mit Angelequipment als Starterpaket inklusive sind - dann kann der Onlinekurs im direkten Vergleich sogar die günstigere Wahl sein.
Hinzu kommt in Sachsen-Anhalt der verpflichtende Praxistag. Dieser dauert in der Regel 6 bis 8 Stunden, wird meist von Angelvereinen organisiert und ist zwingend notwendig, um an der Prüfung teilnehmen zu dürfen.

SPARTIPP! Bei der Anglerschmiede gibt es den Vorbereitungskurs für die Fischereiprüfung in Sachsen-Anhalt zu einem attraktiven Kurs-Preis. Das dicke Extra: Zu jedem Kurs - egal ob Vorbereitungs- oder Expertenkurs - gibt es ein exklusives LMAB-Köderpaket gratis dazu!

(4) Was lernt man bei (Online-) Angelschulen

Was kannst Du von den einzelnen Kursformaten konkret erwarten?

Beide Varianten decken alle prüfungsrelevanten Themen ab. Der theoretische Pflichtteil muss dabei mindestens 22 Stunden umfassen. In Präsenzkursen arbeitet der Kursleiter in der Regel mit aufbereiteten Lehrbüchern, ergänzt durch Schaubilder, kurze Videosequenzen und weitere Lernhilfen.

Präsenzkurse

pro

contra

- Gesellschaft beim Lernen

- direkte Rückfragen möglich

- günstiger

- linearer Ablauf

- feste Unterrichtszeiten

- Gruppenkurse

Die meisten Online-Kurse folgen einer ähnlichen, aber deutlich flexibleren Struktur. Die Lerneinheiten sind in sich abgeschlossen - Du entscheidest selbst, in welcher Reihenfolge Du sie durcharbeitest und wie oft Du einzelne Einheiten wiederholst. Die Lerninhalte werden regelmäßig aktualisiert und sind damit immer auf dem neuesten Stand. Viele Onlineplattformen erfassen Deinen Lernfortschritt automatisch per Statistik, damit Du siehst, wo noch Nachholbedarf besteht. Probeprüfungen kannst Du jederzeit und so oft Du möchtest absolvieren. Sobald Du den Kurs abgeschlossen und die Probeprüfung bestanden hast, kannst Du Dich in der Regel direkt über das Onlineportal des Anbieters zur Fischerprüfung anmelden.

Online-Kurse

pro

contra

- Sehr flexible Lernplanung möglich

- Pausen und Wiederholungen einzelner Inhalte jederzeit möglich

- Qualitativ hochwertige Lernvideos

- Automatisch erstellte Statistiken zum Lernfortschritt

- Rückfragen jederzeit per E-Mail oder direkt im Kurs möglich

- keine direkten Rückfragen möglich

- keine Gesellschaft beim Lernen

Da der Praxistag für die Prüfungsteilnahme ohnehin verpflichtend ist, fällt dieser Unterschied zwischen Präsenz- und Onlinekurs weg.

e.) Wie erhält man seinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?

Gut vorbereitet durch den Onlinekurs der Anglerschmiede sollte die Prüfung kein großes Hindernis sein. Nach dem Bestehen erhältst Du Dein Prüfungszeugnis. Damit gehst Du zur Fischereibehörde Deiner zuständigen Gemeinde und beantragst den Fischereischein. Neben dem Zeugnis brauchst Du ein offizielles Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ein Passfoto. Außerdem fällt eine Gebühr an, die sich aus einer Grundgebühr und der Fischereiabgabe zusammensetzt und sich nach der gewählten Laufzeit des Scheins sowie danach richtet, ob Du noch minderjährig bist oder nicht.

Zwischen 14 und 18 Jahre:

  • pro Jahr: Gebühr und Fischereiabgabe (gestaffelt nach Laufzeit)

Ab 18 Jahre:

  • Laufzeit 1, 2, 3 und 4 Jahre: Gebühr und Fischereiabgabe pro Jahr
  • Laufzeit 5 Jahre: Pauschalbetrag aus Gebühr und Fischereiabgabe
  • Lebenslange Laufzeit: Einmalbetrag aus Gebühr und Fischereiabgabe

Danach fehlt Dir nur noch der Fischereierlaubnisschein für Dein Wunschgewässer - und dann kann es endlich losgehen!

f.) Sonderfall Friedfisch-Fischereischein

In Sachsen-Anhalt gibt es eine weitere Besonderheit: den Friedfisch-Fischereischein. Dieser berechtigt ausschließlich zum Fang von Friedfischen und wird nach einem kurzen, rund 20-minütigen Prüfungsgespräch ausgestellt, in dem grundlegendes Wissen nachzuweisen ist. Wichtig zu wissen: Dieser Friedfisch-Fischereischein ist ein reines Landesprodukt Sachsen-Anhalts und in anderen Bundesländern nicht gültig. Raubfische dürfen damit außerdem nicht befischt werden!

III.) Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen

Mit dem Fischereischein in der Tasche fehlt zum legalen Angeln nur noch eines: der Fischereierlaubnisschein. Dieser wird bei den Pächtern oder Eigentümern des jeweiligen Gewässers gegen eine entsprechende Gebühr erworben, sofern solche ausgegeben werden. Einen hilfreichen Überblick über die Angelgewässer in Sachsen-Anhalt bietet der Angelatlas, der alle relevanten Infos zu den einzelnen Spots bündelt.

IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bußgelder

Wer ohne privatrechtliche Genehmigung angelt - also ohne Fischereierlaubnisschein - begeht eine Straftat im Sinne des § 293 StGB (Wilderei) und riskiert nicht nur eine empfindliche Geldbuße, sondern eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Vergehen, die zwar nicht strafrechtlich, aber als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden und mit Geldbußen bis zu mehreren tausend Euro zu Buche schlagen können. Mitgeführte Angelgeräte können darüber hinaus eingezogen werden.

Ordnungswidrigkeiten (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/angeln-ohne-angelschein/thueringen/)

Zu den Ordnungswidrigkeiten, die unter anderem mit hohen Geldbußen geahndet werden können, zählen:

  • fahrlässige oder vorsätzliche Ausübung vom Fischfang ohne Fischereierlaubnisschein und Fischereischein bei sich zu führen oder bei Verlangen vorzuzeigen
  • fahrlässige oder vorsätzliche Ausübung vom Fischfang unter Verwendung künstlichen Lichts als Lockmittel, elektrischen Stroms und anderer fischverletzender oder -vergiftender Hilfsmittel
  • fahrlässig oder vorsätzlich fangfertiges Angelgerät an Gewässern bei sich führen, wenn für diese keine Angelberechtigung besteht
  • fahrlässig oder vorsätzlich seuchen- oder ansteckungsverdächtige Fische aussetzen
  • fahrlässig oder vorsätzlich auf Fischwegen oder ober- oder unterhalb von Fischwegen Fischfang ausüben
  • Fischfang mit Aalharken, Sperren, Harpunen, Schlingen, Fischgabeln, Reißangeln oder Schusswaffen
  • Fischfang mit mehr als 3 ein- bis dreischenkeligen Angelhaken je Angel
  • ganzjährig geschonte Fischarten wie Elritze, Lachse, Meerforelle und Stör absichtlich fangen oder töten, ebenfalls der Versuch des Fanges
  • besonders geschützten Krebsen, Muscheln und Fischnährtieren nachstellen, fangen oder töten
  • Fische gezielt während der Schonzeit fangen
  • Fische während der Schonzeit und untermaßige nicht unverzüglich schonend zurücksetzen
  • wildlebende Fische füttern (Ausnahme: Anfüttern zum Zweck des Fischfangs)

Achtung: Diese Auflistung ist nicht vollständig und dient ausschließlich als grober Überblick.

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