Forellenangeln im Forellenteich: Mit Spoons auf Forelle - HechtundBarsch.de

Forellenangeln im Forellenteich: Alles, was Du über Spoons wissen musst

Das Cheburashka-Rig: Alles, was Du wissen musst Du liest Forellenangeln im Forellenteich: Alles, was Du über Spoons wissen musst 21 Minuten Weiter Angeln im Harz: Dein Guide für Ufertouren an den Talsperren

Ob du gerade erst mit dem Angeln anfängst oder schon jahrelange Erfahrung mitbringst – ein Ausflug an den Forellenteich lohnt sich immer. In diesem Artikel nehmen wir uns Zeit für die wichtigsten Grundlagen, räumen offene Fragen aus dem Weg und stecken dir die entscheidenden Tipps für die Jagd auf Forellen mit Spoons. Neben der namensgebenden Forelle warten in vielen dieser Anlagen übrigens noch weitere spannende Räuber auf einen Köder. Unser Fokus liegt dabei ganz klar auf dem UL-Angeln mit Japanblinkern.

Forellen faszinieren uns Angler seit Generationen – ihre Kraft, ihre Schönheit und ihr Kampfgeist machen sie zu einem echten Highlight. Schnall dir also die Wathose um und los geht's!

Was sind Forellenteiche?

Für uns Angler lassen sich Forellenteiche am einfachsten als künstlich betriebene Gewässer beschreiben, an denen wir unter klar definierten Bedingungen auf Salmoniden fischen dürfen. Das Erscheinungsbild solcher Anlagen variiert dabei deutlich: Manche Betreiber setzen auf naturbelassene Weiher, die ihren ursprünglichen Bewuchs und ihre organische Form behalten haben, während andere Anlagen eigens konstruierte Gehege und Becken nutzen. Was viele nicht wissen: Ein Forellenhof steckt weit mehr dahinter, als ein reiner Angelplatz zu sein.

Wozu dienen Forellenanlagen?

Im Kern handelt es sich bei solchen Anlagen um Aquakulturen – also um Einrichtungen für die kontrollierte Aufzucht und Haltung von Fischen. Das betrifft weltweit nicht nur die Forelle, sondern auch Arten wie Atlantischen Lachs, Karpfen, Zander oder Wolfsbarsch. Aquakulturen lassen sich grob in drei Felder aufteilen:

  1. Garnelen-, Muschel- und Fischzucht als Mast für die Nahrungsmittelindustrie.

  2. Makro- und Mikroalgenzucht für pharmazeutische und lebensmitteltechnische Zwecke sowie als Futtermittel.

  3. Setzlingszucht zur Arterhaltung oder für den Besatz von Angelgewässern.

In den Aufzuchtbecken wachsen die jeweiligen Fischarten heran, bevor sie schließlich in die eigentlichen Teiche umgesetzt werden.

Für uns Angler sind solche Forellenteiche außerdem eine willkommene Ausweichmöglichkeit, die den Druck auf natürliche Gewässer spürbar reduziert. Gerade stark befischte Naturgewässer profitieren davon, wenn ein Teil der Anglerschar auf solche Anlagen ausweicht.

Warum auf einem Forellenhof angeln?

Die Entlastung natürlicher Gewässer ist ein guter Grund – aber bei weitem nicht der einzige. Forellenteiche bringen für Angler und Fisch gleichermaßen eine ganze Reihe handfester Vorteile mit sich.

Allein der Anblick eines naturnahen Forellensees hat etwas Beruhigendes. Und das Wissen, dass definitiv Fisch im Wasser ist, lässt einen die Rute doch gleich entspannter halten.

Vorteile vom Forellenteich

Angeln für Kinder und Jungangler

Angeln ohne Angelschein – das eröffnet vor allem Kindern, Junganglern und Einsteigern die Chance, erste praktische Erfahrungen am Wasser zu sammeln und den direkten Umgang mit Fisch und Natur zu erleben.

Hier lässt sich in aller Ruhe ausprobieren: verschiedene Köder, unterschiedliche Methoden, der erste Drill und auch mal ein Blick über die Schulter der erfahreneren Angelkollegen. Für Kinder eine ideale Vorbereitung auf alle künftigen Angelabenteuer.

Wo sonst kann man sich so entspannt mit Köderführung, dem Drill, dem schonenden Landen und der richtigen Fischversorgung auseinandersetzen? Natürlich ist ein erfahrener Begleiter dabei Gold wert. Was Mama, Papa, Oma oder Opa am Wasser weitergeben, bleibt den Kleinen ein Leben lang – so war das zumindest bei mir damals.

WICHTIG:
An den meisten Forellenanlagen ist das Angeln ohne Fischereischein zwar gestattet, allerdings verlangen manche Betreiber eine Begleitung durch eine Person mit gültigem Schein. Informier dich also vorab über die jeweiligen Regeln am Teich.

Garantierte Bestände

Garantierter Fischbesatz bedeutet allerdings noch lange keinen garantierten Fang. Klar, du weißt, dass Fisch im Wasser ist. Aber er muss trotzdem erst überzeugt werden, deinen Köder zu nehmen.

Der Fischbesatz richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Angler am Teich. Über zu wenig Fisch brauchst du dir also keine Sorgen zu machen – wohl aber darüber, wie du ihn am geschicktesten ans Band bekommst.

Ganzjährig am Forellenhof fischen

Ein echter Pluspunkt: An Forellenteichen kannst du das ganze Jahr über zur Rute greifen – Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Schonzeiten gibt es hier keine. Besonders in den Monaten, in denen Schonzeiten an Naturgewässern greifen, oder wenn der Winter kommt, weichen viele Angler genau deshalb auf solche Anlagen aus.

INFO:
Da Forellenanlagen meist privat geführt werden, gibt es dort eigene Öffnungszeiten und mitunter auch Urlaubspausen. Ein kurzer Blick auf die Website der Anlage erspart dir den Frust vor verschlossenen Toren.

Fischarten auf den Forellenhöfen

Kaum eine Anlage beschränkt sich nur auf Forellen. Wer also Lust hat, sich neben dem Forellenangeln auch anderen Räubern zu widmen, hat an vielen Teichen gute Karten auf Hecht, Wels, Karpfen oder die stattlichen Lachsforellen. Das macht solche Anlagen besonders wertvoll für alle, die verschiedene Methoden, Köder und Techniken an unterschiedlichen Fischarten ausprobieren wollen – ein Riesenvorteil vor allem für Einsteiger und junge Angler.

Put & Take Prinzip

Das Grundprinzip auf Forellenhöfen lautet Put & Take: Was gefangen wird, wird entnommen, versorgt und weidgerecht getötet. Ein Zurücksetzen der Fische ist nicht vorgesehen. Viele Betreiber bieten an, den Fang direkt vor Ort auszunehmen – das erspart dir den Aufwand zu Hause, sofern du diesen Service nutzen möchtest. Natürlich kannst du deinen Fisch auch einfach so mitnehmen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Du hast immer eine leckere Mahlzeit im Gepäck.

INFO:
Viele Forellenhöfe betreiben ein eigenes Restaurant, wo du deinen Fang frisch und in verschiedenen Zubereitungen genießen kannst. Eine Auslage mit Filets oder geräucherten Spezialitäten gehört an vielen Anlagen ebenfalls dazu.

Gibt es auch Nachteile?

Diese Frage lässt sich am ehrlichsten so beantworten: „Kommt drauf an."

Preise am Forellenteich

Natürlich ist das Angeln am Forellenteich nicht kostenlos. Jede Anlage hat ihre eigene Preisstruktur. Neben dem Eintrittsentgelt werden die gefangenen Fische separat abgerechnet – teilweise nach festem Kilopreis, teilweise nach Staffelpreisen. Wer kein eigenes Gerät dabei hat, kann sich vor Ort meist Ausrüstung leihen.

Mögliche Kosten in der Übersicht

  • Gebühr / Eintritt / Preis pro genutzte Rute
  • Preis pro Kilogramm gefangenen Fisch (kann variieren und Staffelpreise beinhalten)
  • Gebühr für Leihgerät
  • Naturköder
  • Kunstköder
  • Tackle-Zubehör
  • Restaurant / Räucherei
  • Ausnehmen der gefangenen Fische
  • Filetieren der gefangenen Fische

Köderbindung: Vorschriften zum Forellenangeln

Die Regeln unterscheiden sich von Anlage zu Anlage erheblich. Manche Betreiber schreiben bestimmte Köder vor oder verbieten Kunstköder gänzlich. Andernorts gelten spezielle Auflagen wie das Abklemmen des Widerhakens oder der Verzicht auf Drillinge. Kurz gesagt: Informier dich immer im Vorfeld – wie an jedem anderen Gewässer auch.

Hol dir die Infos zu den geltenden Regeln stets vor deinem Besuch ein. Das gilt für Forellenteiche genauso wie für jedes andere Angelgewässer.

Angeldruck

An stark frequentierten Tagen – Wochenenden bei Sonnenschein, Schonzeiten, Wintermonate – kann es an kleineren Anlagen eng werden. Dann stehst du manchmal buchstäblich Schulter an Schulter mit anderen Anglern, und mehrere Köder landen gleichzeitig an derselben Stelle. Das kostet Nerven und führt häufig zu verhedderter Schnur.

Tapferes Schneiderlein

Auch wenn definitiv Fisch im Wasser ist, kann es trotzdem passieren, dass du ohne Fang nach Hause fährst. Das ist dann besonders ärgerlich, wenn du für Tageskarte und eventuell weiteres Zubehör bereits bezahlt hast.

Kein Catch & Release

Das Put & Take-Prinzip ist grundsätzlich eine faire Sache für Angler und Fisch. Doch das Verbot von Catch & Release kann sich auch als Bremse erweisen. Wer innerhalb kurzer Zeit viele Fische fängt – soll's ja geben – und eigentlich gar nicht so viel braucht, dessen Angeltag kann schnell enden oder unerwartet kostspielig werden.

Forellenangeln: Spektakuläre Herausforderung

Die Forelle ist ein echter Sportfisch – das merkt man spätestens dann, wenn sie im Drill ihre ganze Kraft entfaltet. Kopfschläge und die typischen Sprünge aus dem Wasser machen den Drill zur echten Herausforderung. Doch bevor überhaupt ein Drill stattfindet, muss der Fisch erst gefunden und zum Biss animiert werden. Auch wenn der Teich gut besetzt ist, spielen Köderauswahl und Präsentation eine entscheidende Rolle. Die Forelle ist zwar für Reaktionsbisse bekannt, aber sie ist eben auch ein schlauer Zeitgenosse. Nicht selten folgt sie dem Köder über weite Strecken, beobachtet ihn genau und schnappt dann erst zu.

Was außerdem nicht vergessen werden darf: Die Forelle ist trotz aller Kampfeslust ein ausgesprochen sensibler Fisch. Ihre Schleimhaut, die sie schützt, ist deutlich dünner als bei vielen anderen Arten und damit leichter zu verletzen.

WICHTIG:
Willst du an Naturgewässern auf Forellen gehen, sorge immer für nasse Hände und einen feuchten, am besten gummierten Kescher. Ein schneller Release schont den Fisch enorm.

Sobald sich eine Forelle deinen Köder geschnappt hat, lass ihr zunächst etwas Spielraum, um Schnur zu nehmen – solange kein Hindernis in der Nähe ist und keine anderen Angelschnüre gefährdet werden. Hat du eine besonders springfreudige Forelle am Haken, neige die Rutenspitze Richtung Wasseroberfläche, um dem Sprung gegenzusteuern. In genau diesen Momenten gelingt es der Forelle am häufigsten, den Haken abzuschütteln oder sich auszuhebeln.

Forelle im Drill am Forellenteich

Typisch für die Forelle: Die spektakulären Sprünge, in denen sie sich oft noch vom Haken befreien kann.

Beim Keschern gilt eisern: Den Fisch zum Kescher führen, nicht umgekehrt. Auch wenn der Fisch scheinbar schon griffbereit ist, kann er bei einem herannahenden Kescher nochmal alles geben und ausschlitzen oder das Vorfach abreißen. Das passiert besonders dann, wenn du zu viel Schnur eingeholt hast und den Fisch auf Spannung hältst. Lass der Forelle noch etwas mehr Schnur, als die Rute lang ist – so kannst du die letzten Fluchten deutlich besser abpuffern und vermeidest Abreißer.

Welches Gerät fürs Forellenangeln am Forellenteich?

In diesem Artikel dreht sich alles ums UL-Angeln mit Spoons. Das Ultra Light Angeln hat in den letzten Jahren massiv an Popularität gewonnen, und an kaum einer Forellenanlage sind die kleinen Forellenblinker – auch Spoons oder Japanblinker genannt – noch wegzudenken. Für diese Art der Angelei sind UL-Ruten zwischen etwa 1,80 m und 2,10 m Länge gesetzt. Sie sind federleicht, machen irrsinnig viel Spaß und bringen den Drill gegen Salmoniden so richtig zur Geltung.

Ruten für das UL-Angeln auf Forelle

Eine Länge zwischen 1,80 m und 2,10 m ist für die UL-Angelei am Forellensee ideal. Das Wurfgewicht sollte dabei zwischen 0,5 g und 8 g liegen. Finger weg vom weichen „Wabbelstock": Der Blank muss schnell sein, die Spitze dagegen sensibel. Gleichzeitig braucht die Rute im Drill genug Rückgrat, um der Kraft einer Forelle standhalten zu können. Wie immer gilt: Greif zu dem, womit du die besten Erfahrungen gemacht hast. Diese Werte sind Richtwerte, keine Dogma.

UL-Rute zum Angeln am Forellenteich

Die Favorite Blue Bird zum Beispiel ist eine ideale Rute für die UL Angelei auf Forelle. Es gibt sie in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Wurfgewichten.

Wie lassen sich mit solch leichtem Gerät überhaupt ordentliche Wurfweiten erzielen? Das liegt an der Aktion solcher Ruten: Sie bauen beim Wurf progressiv Spannung auf und entladen diese kontrolliert – das sorgt auch mit sehr leichten Ködern für überraschende Wurfweiten.

Passende Rolle zum Forellenangeln

Zur leichten Rute gehört auch eine leichte Rolle. Eine schwere Rolle an einer UL-Rute macht keinen Sinn – weder beim Balancing noch beim Handling. Das gängigste Modell ist in diesem Bereich die 1000er Stationärrolle. Mittlerweile gibt es sogar 500er und 750er Rollen speziell für die ultra-leichte Angelei. Achte darauf, dass Rute und Rolle harmonieren und das Setup gut ausbalanciert ist.

Shimano Catana zum Forellenangeln

Neben den 1000er Modellen gibt es mittlerweile noch kleinere und leichtere Rollen, eigens für die UL-Angelei. Die Shimano Catana 1000 ist die optimale Rolle für leichtes Spinnfischen, mit einem top Preis-Leitungs-Verhältnis.

Beim Thema Rolle solltest du nicht am falschen Ende sparen. Bei minderwertigen Rollen kann die Spule beim Schnurnehmen des Fisches hakeln und kurz stoppen – selbst bei sehr leicht eingestellter Bremse. Das macht den Drill unrund und kostet dich unnötig viele Fische.

Beste Schnur zum Forellenangeln

Grundsätzlich funktioniert auch geflochtene Schnur auf Forellen – aber die Nachteile überwiegen. Deshalb empfehlen wir dir, auf Monofile zu setzen. Im Vergleich zur Geflochtenen hat Mono eine deutlich höhere Dehnung, die dir im Drill erheblich zugute kommt. Die Forelle setzt alles daran, sich durch Kopfschläge und Sprünge vom Haken zu befreien – monofile Schnur federt diese Stöße ab und verschafft dir genau den Puffer, den du brauchst. Der Durchmesser sollte bei etwa 0,16 mm bis 0,20 mm liegen, die Tragkraft bei rund drei bis vier Kilogramm.

INFO:
Da Schnurdurchmesser bei verschiedenen Herstellern teils unterschiedlich gemessen werden – egal ob Mono oder Geflecht – schau dir lieber die Tragkraft der jeweiligen Schnur an, als dich allein auf den Durchmesserwert zu verlassen.

Wer dennoch auf Geflecht besteht, greift zu ähnlicher Tragkraft – bis etwa 5 kg. Der Schnurdurchmesser liegt dabei bei rund 0,06 mm bis 0,08 mm. Wichtig ist dann ein verhältnismäßig langes Vorfach aus Fluorocarbon mit einer Stärke von 0,16 mm bis 0,20 mm und einer Länge von bis zu 1,20 m. Das reduziert die Scheuchwirkung und bringt zumindest im Vorfachbereich eine gewisse Dehnung ins System.

Entscheidest du dich für Geflecht mit Fluorocarbon-Vorfach, lässt sich die bespulte Rolle auch vielseitiger einsetzen. Achte aber auf die passende Tragkraft für den Forellenteich.

Spoons als perfekter Köder am Forellenteich

Die Palette möglicher Köder für Forellen ist groß: Naturköder wie Maden, Bienenmaden oder Würmer funktionieren genauso wie Kunstköder – Wobbler, Spinner, Twister, Powerbaits und natürlich Spoons. Wir richten unseren Fokus auf letztere und beleuchten die Japanblinker etwas genauer.

GT Spoons Kollektion

In diesem Beispiel sehen wir eine Reihe unterschiedlicher Formen und Dekore der Spoons aus dem Hause GTT.

Was sind Spoons?

Spoons sind schlicht das englische Wort für den hierzulande als Forellenblinker bekannten Köder. Ihren Namen verdanken sie der typischen löffelförmigen Kontur. Mittlerweile gibt es sie in unzähligen Farben, Lackierungen und Formen – im Kern handelt es sich immer um einen konkaven Blechköder mit einem einschenkligen Haken am Ende.

WICHTIG:
Klär vor deinem Besuch unbedingt ab, ob am jeweiligen Forellensee das Angeln mit Kunstködern erlaubt ist und ob besondere Auflagen gelten – etwa das Abklemmen des Widerhakens.

Was Spoons so unwiderstehlich macht, ist ihr charakteristisch taumelnder Lauf. Das Licht fällt auf die Oberfläche des Köders und lässt ihn aufblitzen – daher auch der Name „Blinker". Ist er beidseitig lackiert, wechseln die Farben beim Einrollen ständig und erzeugen einen Kontrast, dem Forellen kaum widerstehen können. Spoons wurden speziell fürs Spinnfischen auf Forelle entwickelt – sie sind deutlich kleiner als Hechtblinker. Du findest sie sowohl mit Drilling als auch mit Einzelhaken; am Forellenteich ist in der UL-Angelei der Einzelhaken Standard. Wir klemmen den Widerhaken grundsätzlich ab – das ist zwar keine Pflicht, aber die eigentliche Kunst liegt ohnehin im spannenden Drill.

Spoons und ihre Formen

Auch bei Forellenblinkern unterscheiden wir zwischen leichteren und schwereren Modellen – also zwischen Flach- und Tiefläufern. Im UL-Bereich bewegen wir uns dabei zwischen 0,5 g und maximal 3,5 g Ködergewicht. Interessant: Das Gewicht eines Spoons wird weniger durch seine Größe bestimmt als durch die Dicke der Lackierung. Innerhalb einer Formvariante kann es also unterschiedliche Gewichtsklassen geben.

Schlanke und längliche Form

Diese Spoons werden meist schnell und in strömungsreichen Gewässern eingesetzt. Sie lassen sich flink durch die Strömung führen. Twitcht man sie, schlagen sie unkontrolliert zur Seite aus und setzen damit einen zusätzlichen Reizimpuls für die Forelle.

Tropfenförmige & bauchige Spoons

Diese Form erzeugt ein stark taumelndes Laufbild und viel Druck im Wasser – ideal für die mittlere Gewässersäule. Sie ist in leicht abgewandelten Varianten die am häufigsten verwendete Form und lässt sich für nahezu jeden Bereich einsetzen. Am besten funktioniert sie mit kurzen Einholstopps. Je nachdem, ob die bauchige Seite Richtung Vorfach oder Richtung Haken zeigt, verändert sich das Laufverhalten grundlegend.

Rautenförmige Forellenblinker

Diese Variante eignet sich besonders für starke Strömungen und grundnahes Fischen. An natürlichen Gewässern abseits kommerzieller Anlagen ist sie in sogenannten Gumpen ideal. Als Mischform aus länglich und bauchig ist sie zudem sehr flexibel einsetzbar.

Klassischer Blinker

Die Blattform ist die Urform des Forellenblinkers. Nicht nur bei Spoons, sondern auch bei den größeren Hechtblinkern gilt sie als klassische Ursprungsform.

Japanblinker & Eigenschaften in der Übersicht

FORM EIGENSCHAFT METHODE BEISPIEL
Tropfen- und Birnenform Breiterer hinterer Teil. Dadurch hinten schwerer als vorne. Sinkt bei kurzen Spinn-Stops flatternd mit dem Hinterteil ab. Geeignet für Steady-Retrieve, Taumeltaktik und Jiggen. Space Spoon
Rautenform Mischform aus Blatt- und länglicher Form. Lässt sich je nach Ausprägung auf der jeweiligen Art der genannten Formen fischen. z.B. Twitchen, Spinn-Stopps, einfaches Einleiern Forellen Meister
Blattform Klassische Blinkerform. Sinkt durch hohen Wasserwiderstand langsam flatternd ab. Steady-Retrieve mit Spinn-Stopps, Taumeltaktik, Twitchen Turbo Spoony
Längliche Form Stromlinienförmig ist sie die schmalste Art der Spoons. Geringer Strömungswiderstand. Besonders gut für Gumpen geeignet. Steady-Retrieve, Twitchen Speed Trout

Forellenblinker: Wann fische ich welches Dekor?

Was für alle Kunstköder gilt, gilt hier genauso: Vertrau deinem Lieblingsköder. Wer an seinem Spoon hängt, fischt ihn überzeugter – und das zahlt sich aus. Trotzdem gibt es auch beim Dekor gewisse Faustregeln für unterschiedliche Licht- und Wetterverhältnisse.

In den frühen Morgenstunden und am Vormittag greifen viele Angler zu satten Farben wie Grün- und Blautönen. Steht die Sonne hoch, dürfen es kontrastreiche oder stark reflektierende Dekore sein – Gold oder Schwarz-Weiß zum Beispiel. An bewölkten oder regnerischen Tagen kann ein knalliges Firetiger-Dekor genauso funktionieren wie ein gedecktes Braun, Schwarz oder Olivgrün.

INFO:
Mittlerweile gibt es diverse Forellenblinker mit matter Lackierung – Matt-Schwarz, Matt-Grün oder Matt-Braun sind bei gedämpftem Licht oft die bessere Wahl.

Im klaren Wasser setzen wir eher auf naturnahe Dekore – das klassische Forellen-Design etwa. Eine feste Regel gibt es nicht. Fisch das, womit du dich wohl fühlst und was dir in der Vergangenheit Fische gebracht hat.

Weitere Köder am Forellensee

Neben Spoons gibt es noch eine Reihe weiterer Natur- und Kunstköder, mit denen du Forellen überzeugen kannst:

  1. Twister: Ein klassischer Forellen-Softbait mit einem großen Vorteil – er lässt sich mit nahezu jeder Spinnfisch-Methode präsentieren.
  2. Powerbait: Der bunte Forellenteig ist ein echter Klassiker und hat seine Fängigkeit unzählige Male bewiesen. Er lässt sich vielseitig formen und fischen und kommt in vielen Farben und Geschmacksrichtungen. Knoblauch steht bei Forellen übrigens ganz hoch im Kurs.
  3. Wobbler: Die kleinen Hardbaits sind am Forellenteich eher unüblich und nicht überall erlaubt. An Naturgewässern aber sind sie absolut einen Versuch wert – sie erzeugen starke Druckwellen und können echte Game-Changer sein.
  4. Naturköder: Ob Wurm oder Made – an nahezu jeder Forellenanlage kannst du dir Naturköder kaufen. Ganz vorne mit dabei: die Bienenmade. Ein absoluter Leckerbissen für die Forelle. Aber auch Regenwürmer und die klassische Hausmade haben ihre Berechtigung.
  5. Spinner: Ähnlich vielfältig wie Spoons in der Farbauswahl, dabei leicht zu fischen. Einfach einleiern, die hohe Eigenfrequenz der Spinnerblatt erledigt den Rest.

Forellenangeln: Methoden & Technik

Den Fisch finden

Bei optimalen Bedingungen ist das Suchen schnell erledigt – Forellen springen dann sichtbar aus dem Wasser und stehen deutlich erkennbar im Freiwasser. Das zieht natürlich auch andere Angler an, und der Spot füllt sich schnell. Manchmal such ich dann doch lieber selbst. Ist der Angeldruck gering, ist das Sichtangeln natürlich ein absolutes Geschenk.

Sonst heißt es: Strecke machen. Den Uferbereich ablaufen, das Gewässer systematisch abfächern und den Schwarm suchen. Besonders vielversprechend sind Zuläufe, Pumpenauslässe, Überhänge und dicht bewachsene Uferzonen. Im Winter stehen Forellen häufig tiefer und halten sich grundnah auf. Im Hochsommer bevorzugen sie schattige, kühle Ecken – auch eine Forelle ist eben ein wechselwarmes Tier.

Jahreszeitlich lässt es sich so zusammenfassen:

  • Im Winter halten sich Forellen tief und grundnah. Langsame, dezente Köderpräsentationen haben hier die besten Karten.
  • Im Frühjahr und Herbst ist die goldene Zeit am Forellensee. Die Fische tummeln sich in allen Wasserschichten, sind aktiv und die Bisse kommen teils Schlag auf Schlag.
  • Im Sommer bevorzugen Forellen schattige Plätze und Überstände. In der prallen Mittagssonne beißen sie oft verhalten.

Angelmethoden auf Forelle

Das Angeln mit Spoons ist kein Hexenwerk. Die einfachste Methode: Köder auswerfen, Gewässersäule wählen, gleichmäßig einrollen. Besonders am Forellenteich läuft die Forelle dem Köder häufig über eine weite Strecke nach und beschnuppert ihn ausgiebig. Hast du Sichtkontakt zum Fisch, mach auf keinen Fall einen Einholstopp – vor allem bei sehr leichten Spoons nicht. Ein Köder, der sich nicht mehr bewegt, verliert schnell seinen Reiz. Roll weiter ein, und die Chance ist hoch, dass sie noch kurz vor deinen Füßen zuschnappt.

Eine weitere bewährte Technik arbeitet mit dem gezielten Einholstopp. Ist die bauchige Seite des Spoons am Vorfachende, sieht die Präsentation so aus:

Lass den Köder auf die gewünschte Tiefe absinken, kurbel ihn dann ein und setze kurze Stopps. Im Stopp taumelt der Blinker aufgrund seiner Form senkrecht nach unten – kurbel dann wieder an und wiederhole den Vorgang bis zum nächsten Auswurf.

Steady Retrieve

Steady-Retrieve mit Einholstops ist eine oft gefischte Methode am Forellenteich, neben dem bequemen Einleiern.

Zeigt die bauchige Seite dagegen Richtung Haken und die schmalere zum Vorfach, verändert sich der Lauf komplett. Der Spoon taumelt im Stopp nicht senkrecht, sondern schräg nach hinten unten weg. Beim Einkurbeln bewegst du ihn damit fast auf der Stelle und näherst dich dem Ufer nur in kleinen Schritten.

Ob Einholstopps oder gleichmäßiges Einrollen – beide Methoden haben ihre Berechtigung. Natürlich lässt sich die Köderführung noch weiter verfeinern: Mit knackigen Rutenschlägen, dem sogenannten Twitchen, bringst du zusätzliche, unregelmäßige Ausbrüche in den Köder und setzt damit neue Reize.

Richtige Bremseinstellung

Die Forelle ist kein Fisch für starre Bremse und harten Anschlag – ganz im Gegenteil. Die Bremse sollte leichtläufig eingestellt sein und der Forelle problemlos Schnur geben können. Hat sie sich den Köder geschnappt, soll sie erst ein paar Meter nehmen können, bevor sie richtig in der Rute hängt. Ist die Bremse allerdings zu leicht eingestellt, besteht Verdrehungsgefahr für die Schnur. Hier hilft ein bisschen Experimentieren – den richtigen Dreh hast du aber sicher schnell raus.

Der richtige Anschlag

Forellen stupsen ihren Köder gerne erst an, bevor sie richtig zupacken. Den Anschlag beim ersten Kontakt zu setzen, ist daher fast immer ein Fehler – auch wenn die Versuchung riesig ist. Spürst du ein Anstupsen, führ den Köder unbedingt genauso weiter wie bisher. Einen Moment später wirst du merken, wie der Fisch wirklich zuschnappt und mit dem Köder das Weite sucht. Erst wenn die Rute sich deutlich biegt, setzt du den Anhieb – dann sitzt der Haken sicher. Das braucht ein bisschen Übung, zahlt sich aber in deutlich mehr gefangenen Fischen aus.

Angeln am Forellenteich: Video

Wie ein solcher Tag am Forellenteich in der Praxis aussieht, zeigen Toni und Daniel im folgenden Video. Die beiden haben sich spontan zu einem Ausflug an eine solche Anlage entschieden – mit JigSpinner, Wobbler, Gummi und natürlich mit den Spoons aus dem Forellenköder-Set im Gepäck. Auf dem Programm: Regenbogenforelle und Lachsforelle.

Na, bekommen dich jetzt auch die Finger, wieder mal einen Forellenteich aufzusuchen?

Viel Spaß und stets tight lines!

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden vor dem Veröffentlichen geprüft.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.