Forellenangeln im Forellenteich: Mit Spoons auf Forelle - HechtundBarsch.de

Forellen am Forellenteich: Mit Spoons und UL-Gerät zum Erfolg

Forellenhöfe und Forellenteiche sind eine eigene Welt – und eine, die sich für uns Angler wirklich lohnt, sie genauer kennenzulernen. Ob du gerade erst ins Angeln einsteigst oder schon jahrelange Erfahrung mitbringst: Die Jagd auf Salmoniden mit leichtem Gerät hat einen ganz besonderen Reiz. In diesem Artikel nehmen wir dich mit, erklären dir die Grundlagen und verraten dir, worauf es beim UL-Angeln mit Spoons auf Forelle wirklich ankommt.

Was sind Forellenteiche?

Für uns als Angler sind Forellenteiche künstlich angelegte oder natürlich belassene Gewässer, an denen wir unter klar definierten Regeln auf die beliebten Salmoniden fischen dürfen. Die Bandbreite reicht dabei von naturbelassenen Weihern, die ihre ursprüngliche Form und ihren natürlichen Bewuchs behalten haben, bis hin zu eigens für die Aquakultur angelegten Becken und Gehegen. Doch ein Forellenhof ist weit mehr als nur ein Angelgewässer.

Wozu dienen Forellenanlagen?

In erster Linie handelt es sich bei solchen Anlagen um Aquakulturen – also um die kontrollierte Aufzucht von Fischarten. Das betrifft weltweit nicht nur Forellen, sondern auch Arten wie Atlantischen Lachs, Karpfen, Zander oder Wolfsbarsche. Diese Aquakulturen lassen sich grob in drei Bereiche gliedern:

  1. Fisch-, Garnelen- und Muschelzucht als Mast für die Nahrungsmittelindustrie.

  2. Makro- und Mikroalgenzucht für pharmazeutische und lebensmitteltechnische Zwecke sowie als Futtermittel.

  3. Setzlingszucht zur Arterhaltung oder zum Besatz von Angelgewässern.

In den Aufzuchtbecken werden die Fische herangezogen, bevor sie in die eigentlichen Teiche wechseln. Für uns als Angler bieten diese Teiche außerdem eine wichtige Ausweichmöglichkeit, um stark befischte Naturgewässer zu entlasten und den Artenerhalt zu unterstützen.

Warum auf einem Forellenhof angeln?

Den Angeldruck an öffentlichen Gewässern zu reduzieren ist ein gutes Argument – aber längst nicht das einzige. Forellenteiche haben noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile zu bieten, und zwar sowohl für den Angler als auch für den Fisch.

An naturbelassenen Forellenseen ist schon der pure Anblick eine Art Erholung. Und das Wissen, dass definitiv Fisch im Wasser ist, sorgt für eine entspannte Grundstimmung.

Vorteile vom Forellenteich

Angeln für Kinder und Jungangler

Angeln ohne Angelschein – das klingt simpel, eröffnet aber für Kinder, Jungangler und Einsteiger eine echte Chance, praktische Erfahrungen direkt am Wasser zu sammeln. Gerätekunde, Köderführung, schonender Umgang mit dem Fisch – all das lässt sich hier in Ruhe üben und ausprobieren.

Hier kann man sich mit Köder und Gerät in aller Ruhe vertraut machen, Methoden kennenlernen und auch mal bei erfahreneren Anglern abschauen. Für Kinder eine ideale Vorbereitung auf zukünftige Angelabenteuer.

Ein erfahrener Begleiter an der Seite ist dabei natürlich Gold wert. Ob Mama, Papa, Oma oder Opa – das Wissen der Älteren nehmen Kinder auf wie ein Schwamm. Zumindest war das bei mir so.

WICHTIG:
An den meisten Forellenanlagen ist das Angeln ohne Angelschein erlaubt – allerdings verlangen manche Betreiber eine Begleitperson mit gültigem Fischereischein. Informiere dich also vorab über die geltenden Regeln der jeweiligen Anlage.

Garantierte Bestände

Garantierter Fischbesatz bedeutet noch lange keinen garantierten Fang. Du weißt zwar, dass der Fisch im Teich ist – aber erstmal musst du ihn auch ans Band bekommen. Das Gute: Du musst zumindest nicht daran zweifeln, ob überhaupt etwas schwimmt.

Der Besatz richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Angler am Teich. Über mangelnden Fisch brauchst du dir keine Gedanken zu machen – eher darüber, wie du ihn am besten überzeugst.

Ganzjährig am Forellenhof fischen

Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder tiefer Winter – auf einem Forellenhof kannst du das ganze Jahr über fischen. Schonzeiten spielen hier keine Rolle. Gerade im Winter oder während der offiziellen Schonzeiten in Naturgewässern weichen viele Angler deshalb bewusst auf diese Anlagen aus.

INFO:
Da die meisten Forellenanlagen privat betrieben werden, gibt es in der Regel feste Öffnungszeiten und gelegentlich auch Betriebsurlaub. Ein kurzer Blick auf die Website der Anlage erspart dir eine unnötige Fahrt.

Fischarten auf den Forellenhöfen

Die Forelle steht zwar im Mittelpunkt, doch kaum ein Hof beschränkt sich nur auf eine einzige Art. Wer möchte, hat durchaus auch gute Chancen auf Hecht, Wels, Karpfen oder die stattlichen Lachsforellen neben den klassischen Regenbogenforellen. Das macht den Forellenteich zum idealen Ort, um verschiedene Techniken, Methoden und Köder an unterschiedlichen Fischarten auszuprobieren – besonders wertvoll für Einsteiger und Jungangler.

Put & Take Prinzip

Auf Forellenhöfen gilt das Prinzip „Put & Take": Was du fängst, nimmst du auch mit. Jeder gefangene Fisch muss entnommen und weidgerecht versorgt werden. Viele Betreiber bieten an, den Fisch direkt vor Ort auszunehmen – ein Service, den nicht jeder benötigt, der aber durchaus praktisch ist. Wer möchte, nimmt den Fisch natürlich auch so mit nach Hause. Eines ist sicher: Du weißt immer, was auf den Teller kommt.

INFO:
Viele Forellenhöfe haben ein hauseigenes Restaurant, in dem du den fangfrischen Fisch in verschiedenen Variationen genießen kannst. Filetstücke und geräucherter Fisch zum Mitnehmen sind dort ebenfalls keine Seltenheit.

Gibt es auch Nachteile?

Ehrlich gesagt: Kommt drauf an, wie man's sieht.

Mögliche Kosten am Forellenteich

Für das Angeln am Forellenteich fällt eine Gebühr an. Deren Höhe unterscheidet sich von Anlage zu Anlage. Die gefangenen Fische werden separat abgerechnet – mal per Festpreis pro Kilogramm, mal über Staffelpreise. Wer kein eigenes Gerät mitbringt, kann es oft ausleihen oder muss eine Kaution hinterlegen.

Mögliche Kosten in der Übersicht

  • Gebühr / Eintritt / Preis pro genutzter Rute
  • Abrechnung pro Kilogramm gefangenen Fisch (ggf. mit Staffelpreisen)
  • Leihgebühr für Gerät
  • Naturköder
  • Kunstköder
  • Tackle-Zubehör
  • Restaurant / Räucherei
  • Ausnehmen und Filetieren der Fische

Köderbindung: Vorschriften zum Forellenangeln

Die Regeln variieren von Anlage zu Anlage erheblich. Manche Höfe schreiben bestimmte Köder vor oder verbieten Kunstköder generell. Andere haben spezielle Auflagen, etwa das Abklemmen des Widerhakens oder den Verzicht auf Drillinge. Kurz gesagt: Informiere dich immer vorher, bevor du am Teich stehst.

Wie an jedem anderen Gewässer auch gilt: Kenn die Regeln, bevor du die Angel ins Wasser wirfst.

Angeldruck

An Wochenenden, in Schonzeiten oder an sonnigen Wintertagen können kleinere Anlagen schnell überlaufen sein. Dann steht man buchstäblich Schulter an Schulter mit anderen Anglern, und bei gut sichtbarem Fisch landen nicht selten mehrere Köder gleichzeitig an derselben Stelle.

Tapferes Schneiderlein

Auch wenn Fisch definitiv vorhanden ist, kann ein Angeltag manchmal mit einem Schneider enden. Das ist ärgerlich – besonders dann, wenn du für Eintritt und Ausrüstung schon einiges investiert hast und trotzdem leer ausgehst.

Kein Catch & Release

Das Put & Take-Prinzip ist grundsätzlich fair – für Fisch, Angler und Umwelt. Doch das Verbot von Catch & Release kann sich in bestimmten Situationen unangenehm anfühlen. Wer in kurzer Zeit deutlich mehr Fische fängt als benötigt oder abrechnen möchte, sieht sich schnell vor einem Problem: Entweder endet der Angeltag frühzeitig oder es wird unerwartet kostspielig.

Forellenangeln: Spektakuläre Herausforderung

Die Forelle ist ein echter Sportfisch. Im Drill zeigt sie, was in ihr steckt: kraftvolle Fluchten, wildes Kopfschütteln und nicht selten spektakuläre Sprünge, die den Angler ordentlich ins Schwitzen bringen. Dazu kommt, dass man sie erst einmal überzeugen muss, überhaupt zu beißen. Köderwahl, Technik und die Fähigkeit, die Situation zu lesen, sind hier entscheidend. Forellen folgen Ködern oft über weite Strecken, beäugen sie kritisch – und entscheiden dann, ob sie zuschlagen oder doch lieber abdrehen.

Dazu ist die Forelle trotz aller Kampfeslust ein ausgesprochen sensibler Fisch. Ihre Schleimhaut ist dünner als die vieler anderer Arten und damit leicht zu beschädigen. Schonender Umgang ist also keine Option, sondern Pflicht.

WICHTIG:
Wenn du an Naturgewässern auf Forelle aus bist, halte immer nasse Hände und einen gummierten Kescher bereit und sorge für einen schnellen Release.

Schnappt sich die Forelle deinen Köder, gib ihr zunächst etwas Spielraum, um Schnur zu nehmen – natürlich solange keine Hindernisse oder Mitangler im Weg sind. Bei einer sprungfreudigen Forelle am Band gilt: Die Rutenspitze in Richtung Wasseroberfläche neigen, um den Sprüngen der Salmoniden entgegenzuwirken. Genau in diesen Momenten kann sie sich nämlich am leichtesten vom Haken befreien.

Forelle im Drill am Forellenteich

Typisch für die Forelle: die spektakulären Sprünge, in denen sie sich oftmals noch vom Haken befreien kann.

Beim Keschern gilt die Grundregel: Den Fisch zum Kescher führen, nicht umgekehrt. Selbst wenn der Fisch schon in greifbarer Nähe ist, kann er bei einem herannahenden Kescher nochmal alle Kräfte mobilisieren. Das Risiko steigt deutlich, wenn du zu viel Schnur eingeholt hast und den Fisch zu straff führst. Gib ihm mehr Schnur, als die Rute lang ist – das gibt dir den nötigen Spielraum, die letzten Krämpfe abzufedern und Ausschlitzer zu vermeiden.

Welches Gerät fürs Forellenangeln am Forellenteich?

Unser Fokus liegt hier klar auf dem UL-Angeln (Ultra Light) mit Spoons. Diese Art zu fischen erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit an Forellenanlagen – und die kleinen Forellenblinker, auch Spoons oder Japanblinker genannt, sind aus dem Forellenteich kaum noch wegzudenken.

Ruten für das UL-Angeln auf Forelle

Eine Rutenlänge von 1,80 m bis 2,10 m ist für diese Angelei ideal. Das Wurfgewicht sollte zwischen 0,5 g und 8 g liegen. Wichtig dabei: kein weicher Wabbelstock. Der Blank muss schnell ansprechen, die Spitze sensibel sein – und im Drill sollte die Rute ordentlich Rückrat zeigen. Forellen sind keine Fische, die man einfach einkurbelt. Letztlich gilt aber auch hier: Fisch mit dem Gerät, mit dem du dich am wohlsten fühlst. Diese Werte sind Richtwerte, keine Dogmen.

UL-Rute zum Angeln am Forellenteich

Die Favorite Blue Bird zum Beispiel ist eine ideale Rute für die UL-Angelei auf Forelle. Es gibt sie in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Wurfgewichten.

Wie wirft man mit so einem leichten Gerät überhaupt ordentlich? Ganz einfach: Die progressive Aktion solcher Ruten sorgt dafür, dass sich der Blank während des Wurfs auflädt und so auch mit kleinen, leichten Ködern erstaunliche Wurfweiten möglich werden.

Passende Rolle zum Forellenangeln

Zu einem leichten UL-Setup gehört auch eine passende Rolle. Eine schwere Rolle an einer UL-Rute macht wenig Sinn. Das gängigste Modell ist die 1000er Stationärrolle. Mittlerweile gibt es auch 500er und 750er Modelle speziell für die ultra leichte Angelei. Achte unbedingt darauf, dass Rute und Rolle gut aufeinander abgestimmt und perfekt ausbalanciert sind.

Shimano Catana zum Forellenangeln

Neben den 1000er Modellen gibt es mittlerweile noch kleinere und leichtere Rollen, eigens für die UL-Angelei. Die Shimano Catana 1000 ist die optimale Rolle für leichtes Spinnfischen, mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Beim Kauf einer Rolle lohnt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen. Günstige Rollen können beim Schnurnehmen des Fisches kurz hakeln und stoppen – selbst bei leichtläufig eingestellter Bremse. Das zerstört einen gleichmäßigen Drill und produziert unnötig viele Aussteiger.

Beste Schnur zum Forellenangeln

Grundsätzlich lässt sich auch mit geflochtener Schnur auf Forellen angeln – doch die Nachteile überwiegen. Unsere klare Empfehlung: Greif lieber zur Monofile. Sie dehnt sich stärker als Geflecht und kommt dir im Drill enorm zugute. Das wilde Kopfschütteln und die Sprünge der Forelle werden durch die natürliche Dehnung der Monofile abgefedert. Der Durchmesser sollte bei rund 0,16 mm bis 0,20 mm liegen, die Tragkraft bei etwa drei bis vier Kilogramm.

INFO:
Da Schnurdurchmesser bei verschiedenen Herstellern teils unterschiedlich angegeben werden, schau lieber auf die Tragkraft als auf den Durchmesser – das ist der verlässlichere Vergleichswert.

Wer sich dennoch für Geflecht entscheidet, sollte auf ähnliche Tragkraft setzen – bis etwa 5 kg. Der Schnurdurchmesser liegt dann bei rund 0,06 mm bis 0,08 mm. Dazu empfiehlt sich ein langes Vorfach aus abriebfestem Fluorocarbon mit einer Stärke von 0,16 mm bis 0,20 mm und einer Länge von bis zu 1,20 m. Das dämpft die Scheuchwirkung und bringt zumindest im Vorfachbereich ein Minimum an Dehnung mit sich.

Entscheidest du dich für Geflecht mit Fluorocarbon-Vorfach, hast du den Vorteil, die bespulte Rolle auch vielseitig anderweitig einsetzen zu können. Achte dabei nur auf die passende Tragkraft für den Forellenteich.

Spoons als perfekter Köder am Forellenteich

Es gibt viele Wege, eine Forelle zum Biss zu bewegen. Naturköder wie Maden, Bienenmaden und Würmer sind genauso möglich wie Kunstköder – Wobbler, Spinner, Twister, Powerbaits und natürlich unsere geliebten Spoons. Letztere stehen in diesem Artikel im Mittelpunkt.

GT Spoons Kollektion

In diesem Beispiel sehen wir eine Reihe unterschiedlicher Formen und Dekore der Spoons aus dem Hause GTT.

Was sind Spoons?

Spoon ist schlicht das englische Wort für Löffel – und genau das beschreibt die Form dieser Köder treffend. Der hierzulande bekannte Forellenblinker ist nichts anderes. Heute gibt es sie in unzähligen Dekoren und Formen: ein konkaver Blechköder mit einem Einzelhaken am Ende.

WICHTIG:
Kläre vorab, ob an deinem Forellenteich das Angeln mit Kunstködern erlaubt ist und ob besondere Regeln gelten – etwa das Abklemmen des Widerhakens.

Was diese Köder so unwiderstehlich macht, ist ihr taumelnder, oft scheinbar unkontrollierter Lauf. Sie reflektieren das einfallende Licht und blitzen verführerisch auf – daher der Name „Blinker". Beidseitig lackiert, erzeugen sie durch den ständig wechselnden Farbkontrast einen Reiz, den Forellen kaum ignorieren können. Entwickelt speziell für das Spinnfischen auf Forelle, sind Spoons deutlich kleiner als Hechtblinker. Gerade in der UL-Angelei am Forellenteich ist der Einzelhaken Standard. Wir verzichten übrigens grundsätzlich auf den Widerhaken und klemmen ihn ab – der Drill wird dadurch nicht weniger spannend, der Fisch aber deutlich schonender behandelt.

Spoons und ihre Formen

Auch Spoons gibt es als Flach- und Tiefläufer – also in leichter und schwererer Ausführung. Im UL-Bereich sprechen wir von Ködergewichten zwischen 0,5 g und maximal 3,5 g. Interessant dabei: Das Gewicht eines Spoons hängt weniger von seiner Größe ab als von der Dicke seiner Lackierung. Natürlich variieren die Spoons auch in der Größe – aber innerhalb einer Form können verschiedene Gewichtsklassen existieren.

Schlanke und längliche Form

Diese Forellenblinker werden gern schnell und in fließenden Gewässern eingesetzt. Sie lassen sich flott durch die Strömung führen. Twitcht man sie, bricht der Köder seitlich aus und setzt so einen zusätzlichen Reizimpuls.

Tropfenförmige & bauchige Spoons

Diese Form taumelt stark und baut viel Druck auf – ideal für die mittlere Gewässersäule. Sie ist in leicht abgewandelten Varianten die verbreitetste Form und lässt sich in nahezu jedem Gewässerbereich einsetzen. Am besten fischt man sie mit kurzen Spinn-Stops. Je nachdem, ob die bauchige Seite Richtung Vorfach oder Richtung Haken zeigt, verhält sich der Köder völlig unterschiedlich.

Rautenförmige Forellenblinker

Für starke Strömungen und tiefes Fischen – zum Beispiel grundnah in Gumpen an Naturgewässern. Als Mischform aus länglich und bauchig ist dieser Spoon vielseitig einsetzbar und für verschiedene Methoden geeignet.

Klassischer Blinker

Die Blattform ist die klassische Forellenblinker-Form – und gilt als Ursprungsform nicht nur bei Spoons, sondern auch bei größeren Blinkern wie dem Hechtblinker.

Japanblinker & Eigenschaften in der Übersicht

FORM EIGENSCHAFT METHODE BEISPIEL
Tropfen- und Birnenform Breiterer hinterer Teil. Dadurch hinten schwerer als vorne. Sinkt bei kurzen Spinn-Stops flatternd mit dem Hinterteil ab. Geeignet für Steady-Retrieve, Taumeltaktik und Jiggen. Space Spoon
Rautenform Mischform aus Blatt- und länglicher Form. Lässt sich je nach Ausprägung auf der jeweiligen Art der genannten Formen fischen. z.B. Twitchen, Spinn-Stopps, einfaches Einleiern Forellen Meister
Blattform Klassische Blinkerform. Sinkt durch hohen Wasserwiderstand langsam flatternd ab. Steady-Retrieve mit Spinn-Stopps, Taumeltaktik, Twitchen Turbo Spoony
Längliche Form Stromlinienförmig ist sie die schmalste Art der Spoons. Geringer Strömungswiderstand. Besonders gut für Gumpen geeignet. Steady-Retrieve, Twitchen Speed Trout

Forellenblinker: Wann fische ich welches Dekor?

Auch beim Spoon gilt die goldene Regel: Vertrau deinem Lieblingsköder. Wer einem Köder Vertrauen schenkt, fischt ihn überzeugter – und das zahlt sich aus. Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein Dekorwechsel Sinn ergibt. Viele Angler wechseln ihre Spoons an einem Angeltag mehrfach.

Früh morgens und am Vormittag sind satte, helle Grün- und Blautöne gefragt. Bei strahlendem Mittagslicht greifen viele Angler zu stark reflektierenden oder kontrastreichen Farben wie Gold oder Schwarz-Weiß. An bedeckten oder regnerischen Tagen kann ein knalliges Firetiger-Dekor funktionieren – oder du greifst zu etwas Dunklem: Brauntöne, Schwarz oder ein dezentes Olivgrün.

INFO:
Es gibt mittlerweile diverse Forellenblinker mit matter Lackierung – Matt-Schwarz, Matt-Grün oder Matt-Braun sind beliebte Optionen, die an manchen Tagen deutliche Vorteile bringen.

Im klaren Wasser setzen wir lieber auf natürliche Dekore – das klassische Forellendesign zum Beispiel. Feste Regeln gibt es hier keine. Fisch das, was du kennst und womit du Erfolge erzielt hast.

Weitere Köder am Forellensee

Spoons sind klasse, aber nicht die einzige Option. Hier ein kurzer Überblick über weitere Köder, die am Forellenteich funktionieren:

  1. Twister: Ein typischer Forellen-Softbait, der sich mit jeder erdenklichen Spinnfisch-Methode präsentieren lässt.
  2. Powerbait: Der bunte Forellenteig ist ein echter Klassiker. Er lässt sich in verschiedenen Formen fischen, überzeugt in vielen Farbvarianten und Flavours – Knoblauch steht bei Forellen übrigens ganz oben auf der Beliebtheitsskala.
  3. Wobbler: Am Forellenteich eher ungewöhnlich und nicht überall erlaubt. An Naturgewässern aber durchaus ein Game-Changer. Die kleinen Hardbaits machen ordentlich Druck und können in schwierigen Situationen den Unterschied machen.
  4. Naturköder: Von der Hausmade über den Wurm bis hin zur Bienenmade – letztere ist ein absoluter Leckerbissen für die Forelle. An den meisten Forellenanlagen kannst du dir Naturköder direkt vor Ort kaufen.
  5. Spinner: Wie Spoons in unzähligen Dekoren erhältlich. Dank seiner Eigenschaften einfach einzuleiern, mit hoher Eigenfrequenz – ein unkomplizierter und fängiger Köder.

Forellenangeln: Methoden & Technik

Den Fisch finden

Manchmal brauchst du gar nicht lange zu suchen: Wenn Tageszeit und Wetterbedingungen stimmen, springen die Forellen förmlich aus dem Wasser und verraten sich von selbst. Das zieht natürlich auch andere Angler an. Wenn der Druck am Teich nicht zu hoch ist, ist das natürlich traumhaft.

Oft heißt es aber: Strecke machen. Den Uferbereich ablaufen, das Gewässer systematisch abfächern, bis du den Schwarm gefunden hast. Besonders erfolgversprechend sind Zuläufe, Pumpen, Überhänge und gut bewachsene Uferzonen. Im Winter stehen die Fische oft grundnah, im Sommer suchen sie Schatten und kühle Bereiche.

Jahreszeitlich lässt sich das in etwa so zusammenfassen:

  • Im Winter halten sich Forellen bevorzugt in tieferen, grundnahen Schichten auf. Eine langsame Köderpräsentation zahlt sich hier aus.
  • Im Frühjahr und Herbst sind die Fische in allen Wasserschichten aktiv, sehr agil und beißfreudig – oft Schlag auf Schlag.
  • Im Sommer lungern die Forellen häufig in der oberen Gewässerschicht herum, suchen Schatten und Überstände und beißen zur Mittagszeit eher verhalten.

Angelmethoden auf Forelle

Das Angeln mit Spoons ist kein Hexenwerk – aber es gibt Feinheiten, die den Unterschied machen. Der Klassiker: Du bestimmst die Gewässertiefe, in der der Fisch steht, und kurbelst den Spoon gleichmäßig durch diese Zone ein. Am Forellenteich ist es keine Seltenheit, dass eine Forelle dem Köder über eine weite Strecke folgt, ihn begutachtet und erst kurz vor deinen Füßen zuschlägt. Wenn du eine Forelle siehst, die hinter dem Köder herjagt, mach keinen Einholstopp – besonders nicht bei sehr leichten Spoons. Sobald der Köder steht, dreht der Räuber oft ab. Kurbel gleichmäßig weiter und du wirst in vielen Fällen belohnt.

Eine andere Technik arbeitet gezielt mit dem Einholstopp: Du lässt den Spoon auf die gewünschte Tiefe absinken, kurbelst ihn an und setzt dann kurze Stopps. Ist der hintere Teil des Köders bauchig, taumelt er beim Stopp senkrecht in Richtung Boden – ein Reiz, dem Forellen selten widerstehen können. Du kurbelst wieder an, setzt den nächsten Stopp und wiederholst das bis zum nächsten Auswurf.

Steady Retrieve

Steady-Retrieve mit Einholstopps ist eine oft gefischte Methode am Forellenteich, neben dem bequemen Einleiern.

Zeigt die bauchige Seite dagegen Richtung Haken und die schmale Seite liegt am Vorfach, verändert sich das Laufverhalten komplett. Beim Stopp taumelt der Blinker nicht senkrecht nach unten, sondern schräg nach hinten unten weg. Wenn du dann wieder einkurbelst, bewegst du den Köder fast auf der Stelle und bringst ihn nur in kleinen Schritten zurück ans Ufer.

Darüber hinaus kannst du mit knackigen Rutenschlägen (Twitchen) dem Spoon zusätzliches Leben einhauchen und spektakuläre Ausbrüche des Köders provozieren – ein weiterer Reiz, der Forellen regelmäßig zum Biss verleitet.

Anwendungshinweis

Ein Tipp aus der Praxis, den wir dir gerne mitgeben: Wenn du neu am Forellenteich bist, fang mit einem mittelschweren, tropfenförmigen Spoon an und fische ihn zunächst einfach gleichmäßig ein. Beobachte dabei aufmerksam, wie die Forellen auf den Köder reagieren. Folgen sie, aber beißen nicht? Dann wechsel das Dekor oder probiere kürzere Einholstopps. Beobachtung und Anpassung sind am Forellenteich oft entscheidender als das Gerät selbst. Halte außerdem immer einen zweiten, abgeklemmten Einzelhaken am Spoon bereit – so schonst du die Fische und den Drill gewinnt dadurch nichts an Spannung, versprochen.

Richtige Bremseinstellung

Die Forelle ist kein Fisch für straffe Schnur und harten Anschlag. Ganz im Gegenteil: Die Bremse sollte leichtläufig eingestellt sein und lieber Schnur freigeben, als dem Fisch sofort zu viel Widerstand zu bieten. Hat die Forelle den Köder, soll sie erstmal ein paar Meter Schnur nehmen können. Ist die Bremse allerdings zu locker, droht die Schnur zu verdrehen. Das richtige Maß findest du schnell heraus – einfach ein bisschen probieren. Die Bremseinstellung ist eine der wichtigsten Stellschrauben für einen erfolgreichen Fang.

Der richtige Anschlag

Forellen stupsen ihre Beute oft zunächst an, bevor sie richtig zupacken. Setzt du beim ersten Kontakt sofort den Anschlag, wirst du in den meisten Fällen ins Leere stechen. Das ist leichter gesagt als getan – der Reflex, sofort anzuschlagen, sitzt tief. Aber: Warte den zweiten, deutlichen Zug ab und führe den Köder bis dahin genauso weiter wie bisher. Erst wenn die Rute wirklich krumm ist, setzt du den Anhieb. Das erhöht deine Erfolgsquote spürbar – und ja, es braucht ein bisschen Übung.

Angeln am Forellenteich: Video

Wie ein solcher Ausflug an den Forellenteich konkret aussehen kann, zeigen Toni und Daniel im folgenden Video. Die beiden haben sich spontan entschieden, eine Forellenanlage zu besuchen – mit JigSpinner, Wobbler, Gummi und natürlich den Spoons aus unserem Forellenköder-Set auf der Jagd nach Regenbogen- und Lachsforelle.

Na, bekommen wir Lust auf einen Besuch am Forellenteich?

Viel Erfolg und tight lines!

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