Forellenangeln im Forellenteich: Mit Spoons auf Forelle - HechtundBarsch.de

Forellenangeln am Forellenteich: Mit Spoons zu mehr Erfolg

In diesem Beitrag nehmen wir uns einen Angelplatz vor, der für viele Angler eine echte Herzensangelegenheit ist: den Forellenteich. Wir klären auf, was es mit diesen Anlagen auf sich hat, welche Regeln gelten, warum Spoons die erste Wahl sind – und wie Du die Forelle im UL-Bereich zuverlässig ans Band bekommst. Die Forelle hat dem Ganzen zwar ihren Namen geliehen, doch auf den meisten dieser Höfe warten noch ganz andere Fischarten darauf, geknackt zu werden. Fang einfach hier an zu lesen.

Was sind Forellenteiche?

Für Angler sind Forellenteiche künstlich angelegte Gewässer, an denen unter klar definierten Bedingungen und Regeln auf Salmoniden gefischt werden darf. Dabei sind diese Anlagen alles andere als einheitlich: Manche Betreiber setzen auf naturbelassene Weiher, die ihre ursprüngliche Form, ihren Bewuchs und ihre natürliche Struktur behalten haben. Andere stellen eigens für die Aquakultur gebaute Becken und Gehege bereit. Ein Forellenhof ist allerdings bei weitem mehr als ein bloßer Angelspot.

Wozu dienen Forellenanlagen?

Im Kern ist eine solche Anlage eine Form der Aquakultur – also die kontrollierte, gezielte Aufzucht von Fisch. Das betrifft weltweit nicht nur die Forelle, sondern auch Arten wie den Atlantischen Lachs, Karpfen, Zander oder Wolfsbarsch. Aquakulturen lassen sich dabei grob in drei Bereiche aufteilen:

  1. Garnelen-, Muschel- und Fischzucht als Mast für die Nahrungsmittelindustrie.

  2. Makro- und Mikroalgenzucht für pharmazeutische und lebensmitteltechnische Zwecke sowie als Futtermittel.

  3. Setzlingszucht zur Arterhaltung oder für den gezielten Besatz von Angelgewässern.

In den Aufzuchtbecken werden die Fische großgezogen, bevor sie in die eigentlichen Angelteiche umgesetzt werden.

Genau diese Forellenteiche sind außerdem eine echte Entlastung für natürliche Gewässer. Der Angeldruck auf Wildfischbestände steigt seit Jahren, und eine gut betriebene Forellenanlage bietet eine sinnvolle Alternative dazu.

Warum auf einem Forellenhof angeln?

Der Forellenhof ist nicht nur eine Alternative zu überfischten Naturgewässern – er bringt handfeste Vorteile für Dich als Angler mit.

Ein naturbelassener Forellensee hat schon allein optisch seinen Reiz. Und das Wissen, dass definitiv Fisch im Wasser ist, lässt Dich entspannter ans Werk gehen.

Vorteile vom Forellenteich

Angeln für Kinder und Jungangler

Auf vielen Forellenanlagen ist kein Angelschein erforderlich. Das macht solche Teiche zum perfekten Einsteigerrevier – besonders für Kinder und Jungangler, die erste praktische Erfahrungen mit Gerät, Köder und Fisch sammeln wollen.

Hier lernt man das Handwerk von Grund auf: Köderführung, den ersten Drill, das schonende Landen und die weidgerechte Versorgung. Für Kinder eine unschlagbare Vorbereitung auf künftige Angelabenteuer.

Natürlich ist es hilfreich, jemanden mit Erfahrung an der Seite zu haben – jemanden, der Tipps gibt, auf Fehler hinweist und die Begeisterung nährt. Das Wissen von Mama, Papa, Oma oder Opa ist für die Kleinen schlicht Gold wert – zumindest war das damals bei mir persönlich so.

WICHTIG:
An den meisten Forellenanglagen darf ohne Angelschein gefischt werden. Manche Betreiber schreiben jedoch eine Begleitung durch eine Person mit gültigem Fischereischein vor. Informier Dich also vorab, welche Regeln am jeweiligen Teich gelten.

Garantierte Bestände

Dass Fisch im Teich ist, heißt noch lange nicht, dass Du ihn auch fängst. Garantierte Bestände nehmen Dir die Ungewissheit, aber nicht die Arbeit. Das Gute daran: Du weißt zumindest, dass der Fisch da ist – und kannst Dich voll auf Technik und Köderführung konzentrieren.

Der Fischbesatz erfolgt je nach Anlage anteilig pro Angler am Teich. Ob Du sie auch bekommst, liegt dann ganz bei Dir.

Ganzjährig am Forellenhof fischen

Schonzeiten? Gibt es hier nicht. Am Forellenteich kannst Du das gesamte Jahr über angeln – ob mitten im Winter, im Frühjahr oder an einem heißen Sommertag. Kein Wunder, dass gerade in der Schonzeit viele Angler auf diese Anlagen ausweichen.

INFO:
Da Forellenanlagen fast ausschließlich privat betrieben werden, gibt es Öffnungszeiten und teils auch Urlaubspausen. Ein Blick auf die Website des Betriebs lohnt sich, bevor Du losfährst.

Fischarten auf den Forellenhöfen

Wer glaubt, am Forellenteich nur Forellen zu fangen, unterschätzt das Potenzial dieser Anlagen. Auf vielen Höfen tummeln sich neben Regenbogenforellen auch Hecht, Wels, Karpfen oder die stattlichen Lachsforellen. Das gibt Dir die Möglichkeit, verschiedene Techniken, Köder und Methoden an ganz unterschiedlichem Fisch auszuprobieren – ein klarer Vorteil, besonders für Einsteiger.

Put & Take Prinzip

Auf Forellenhöfen gilt grundsätzlich das Put & Take-Prinzip: Jeder gefangene Fisch muss entnommen und weidgerecht getötet werden. Catch & Release ist nicht vorgesehen. Viele Betreiber bieten an, den Fisch direkt vor Ort auszunehmen – praktisch, wenn Du das nicht selbst erledigen möchtest. So hast Du am Ende immer eine frische Mahlzeit im Gepäck.

INFO:
Viele Forellenanlagen haben ein eigenes Restaurant, in dem Du den Fang direkt verzehren kannst – in diversen Zubereitungsarten. Auch geräucherten Fisch oder frische Filets gibt es an der Auslage häufig zu kaufen.

Gibt es auch Nachteile?

Diese Frage lässt sich am besten so beantworten: „Kommt drauf an."

Kosten am Forellenteich

Was kostet das Ganze? Fürs Angeln an solchen Anlagen wird eine Gebühr fällig. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom jeweiligen Betrieb ab. Dazu kommen die Kosten für den gefangenen Fisch – manche Teiche rechnen per Kilogramm ab, andere nutzen Staffelpreise. Wer kein eigenes Gerät mitbringt, zahlt außerdem eine Leih- oder Kautionsgebühr.

Mögliche Kosten in der Übersicht

  • Gebühr / Eintritt / Preis pro genutzter Rute
  • Preis pro Kilogramm gefangenen Fisch (kann variieren und Staffelpreise beinhalten)
  • Gebühr für Leihgerät
  • Naturköder
  • Kunstköder
  • Tackle-Zubehör
  • Restaurant / Räucherei
  • Ausnehmen der gefangenen Fische
  • Filetieren der gefangenen Fische

Köderbindung: Vorschriften zum Forellenangeln

Die Regeln variieren je nach Anlage teils erheblich. Deshalb gilt: Immer vorab informieren! Einige Betreiber schreiben bestimmte Köder vor, verbieten Kunstköder komplett oder verlangen zum Beispiel das Abklemmen der Widerhaken und den Verzicht auf Drillinge.

Wie an jedem anderen Gewässer gilt auch hier: Kenn die Regeln, bevor Du Dich ans Wasser setzt.

Angeldruck

Vor allem an Wochenenden, in Schonzeiten oder im Winter kann es auf kleineren Anlagen eng werden. Schulter an Schulter mit anderen Anglern zu stehen und sich gegenseitig mit Schnur und Köder in die Quere zu kommen – das gehört leider dazu, wenn alle gleichzeitig auf denselben sichtbaren Schwarm werfen.

Tapferes Schneiderlein

Auch wenn der Teich voll mit Fisch ist, kann es passieren, dass Du als Schneider nach Hause fährst. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet im schlimmsten Fall auch noch Geld für Tageskarte und Zubehör.

Kein Catch & Release

Das Put & Take-Prinzip ist für alle Beteiligten grundsätzlich fair. Aber das Verbot von Catch & Release kann schnell zum Thema werden. Wer in kurzer Zeit viele Fische fängt, aber nicht alle braucht oder abnehmen kann, steht schnell vor einem teuren oder abrupten Angeltag.

Forellenangeln: Spektakuläre Herausforderung

Die Forelle ist ein echter Kämpfer – das spürt man spätestens im Drill. Kopfschläge, ruckartige Richtungswechsel und die berühmten Sprünge aus dem Wasser machen sie zu einem anspruchsvollen Gegner im Drill. Und selbst wenn am Teich ausreichend Fisch vorhanden ist, muss er erst einmal gefunden und zum Biss überredet werden. Köderwahl, Technik und Beobachtung sind dabei entscheidend. Forellen reagieren zwar oft auf Reaktionsbisse, sind aber trotzdem schlaue Fische – am Teich folgen sie dem Köder manchmal meterlang, bevor sie sich entscheiden.

Dabei ist die Forelle trotz all ihrer Kampflust ein außerordentlich sensibler Fisch. Ihre Schleimhaut ist deutlich dünner als bei vielen anderen Arten und damit leichter zu beschädigen – also immer schonend vorgehen.

WICHTIG:
An Naturgewässern auf Catch & Release aus? Dann nasse Hände und einen gummierten Kescher benutzen und den Fisch so schnell wie möglich zurücksetzen.

Hat die Forelle angebissen, lass ihr zunächst etwas Spielraum – sie darf ruhig ein paar Meter Schnur nehmen. Bei einer besonders sprungfreudigen Forelle gilt: Rutenspitze Richtung Wasseroberfläche neigen, um dem Sprung etwas entgegenzuwirken. In der Luft hebelt sie sich sonst schnell vom Haken.

Forelle im Drill am Forellenteich

Typisch für die Forelle: die spektakulären Sprünge, in denen sie sich oft noch vom Haken befreien kann.

Beim Landen gilt die Grundregel: Den Fisch zum Kescher führen, nicht den Kescher zum Fisch jagen. In greifbarer Nähe sammelt die Forelle gerne ein letztes Mal ihre Kräfte und schüttelt sich vom Haken – besonders wenn Du zu viel Schnur eingeholt hast und den Fisch auf Spannung hältst. Die Forelle braucht noch etwas mehr Schnur, als Deine Rute lang ist. So kannst Du die letzten Ausbrüche sicher abfedern.

Welches Gerät fürs Forellenangeln am Forellenteich?

In diesem Artikel fokussieren wir uns auf das UL-Angeln mit Spoons. Das Ultra Light Angeln erfreut sich wachsender Beliebtheit an Forellenanlagen, und die kleinen Forellenblinker – auch Spoons oder Japanblinker genannt – sind kaum noch aus der Szene wegzudenken. Für diese Art der Angelei eignen sich UL-Ruten zwischen etwa 1,80 m und 2,10 m Länge. Leicht, sensibel und im Handling einfach ein Genuss.

Ruten für das UL-Angeln auf Forelle

Die genannte Rutenlänge von 1,80 m bis 2,10 m ist ideal. Das Wurfgewicht sollte zwischen 0,5 g und 8 g liegen. Wichtig: Bloß kein „Wabbelstock". Der Blank muss schnell ansprechen, die Spitze sensibel sein – und gleichzeitig braucht die Rute im Drill ausreichend Rückgrat, denn Forellen sind keine Anfänger. Fischt letztlich das, womit ihr die besten Erlebnisse habt.

UL-Rute zum Angeln am Forellenteich

Die Favorite Blue Bird zum Beispiel ist eine ideale Rute für die UL-Angelei auf Forelle. Es gibt sie in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Wurfgewichten.

Wie wirft man überhaupt mit so leichten Ködern? Die Aktion einer guten UL-Rute sorgt für eine progressive Kraftentwicklung: Sie lädt sich beim Wurf auf und katapultiert auch leichteste Köder auf ordentliche Distanzen.

Passende Rolle zum Forellenangeln

Zur UL-Rute gehört eine passende Rolle. Eine schwere Rolle an einem leichten Blank ergibt keinen Sinn. Die gängigste Wahl ist die 1000er Stationärrolle. Mittlerweile gibt es aber auch 500er und 750er Modelle, die speziell für das UL-Angeln ausgelegt sind. Achte darauf, dass Rute und Rolle perfekt aufeinander abgestimmt und gut ausbalanciert sind.

Shimano Catana zum Forellenangeln

Neben den 1000er Modellen gibt es mittlerweile noch kleinere und leichtere Rollen, eigens für die UL-Angelei. Die Shimano Catana 1000 ist die optimale Rolle für leichtes Spinnfischen, mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Beim Drill der Forelle spielt die Rolle eine zentrale Rolle. Achte darauf, beim Kauf nicht zu sparen. Bei minderwertigen Rollen kann die Spule beim Schnurnehmen des Fisches kurz hakeln und stoppen – selbst bei sehr leichter Bremseinstellung. Das zerstört jeden runden Drill und kostet Dich den Fisch.

Beste Schnur zum Forellenangeln

Grundsätzlich ist auch geflochtene Schnur möglich, hat aber mehr Nachteile als Vorteile. Unsere klare Empfehlung: Mit Monofile auf Salmoniden gehen. Die Dehnung der monofilen Schnur ist Dein bester Freund im Drill – sie federt die Kopfschläge und Sprünge der Forelle ab. Ein Durchmesser von rund 0,16 mm bis 0,20 mm ist ideal, die Tragkraft sollte bei etwa drei bis vier Kilogramm liegen.

INFO:
Da Schnurdurchmesser herstellerseitig teils unterschiedlich gemessen werden – sowohl bei Mono als auch bei Geflecht – gewöhne Dir an, beim Kauf lieber auf die Tragkraft zu achten.

Wer sich dennoch für Geflecht entscheidet, sollte auf ähnliche Tragkraft setzen – bis etwa 5 kg. Der Schnurdurchmesser liegt dann bei rund 0,06 mm bis 0,08 mm. Unverzichtbar ist hier ein verhältnismäßig langes Vorfach aus abriebfestem Fluorocarbon mit 0,16 mm bis 0,20 mm Stärke und bis zu 1,20 m Länge. Das reduziert die Scheuchwirkung und bringt zumindest im Vorfachbereich etwas Dehnung ins System.

Wer mit geflochtener Schnur und Vorfach unterwegs ist, hat den Vorteil einer vielseitig einsetzbaren Spule. Achte lediglich auf die passende Tragkraft für den Forellenteich.

Spoons als perfekter Köder am Forellenteich

Die Auswahl an Ködern für die Forelle ist groß: Naturköder wie Maden, Bienenmaden und Würmer, dazu Kunstköder wie Wobbler, Spinner, Twister, Powerbaits – und natürlich unsere Spoons. Letzteren wollen wir uns jetzt genauer widmen.

GT Spoons Kollektion

In diesem Beispiel sehen wir eine Reihe unterschiedlicher Formen und Dekore der Spoons aus dem Hause GTT.

Was sind Spoons?

Spoons sind die englische Bezeichnung für den hierzulande bekannten Forellenblinker. Den Namen verdanken sie ihrer charakteristischen, löffelartigen Form. Mittlerweile existieren sie in unzähligen Dekoren und Ausführungen: ein konkaver Blechköder mit einem einschenkligen Haken am Ende.

WICHTIG:
Kläre vorab, ob an Deinem Forellenteich Kunstköder erlaubt sind – und ob besondere Regeln gelten, etwa das Abklemmen des Widerhakens.

Was Spoons so besonders macht, ist ihr größtenteils unkontrolliert taumelnder Lauf, der Forellen regelrecht in den Bann zieht. Dazu reflektieren sie das einfallende Licht – daher der Name „Blinker". Ist der Köder beidseitig lackiert, erzeugt der wechselnde Farbkontrast einen zusätzlichen Reiz. Spoons wurden speziell für das Spinnfischen auf Forelle entwickelt und sind dementsprechend deutlich kleiner als etwa Hechtblinker. Drillinge findest Du an manchen Spoons, aber im UL-Bereich am Forellenteich ist der Einzelhaken das Maß der Dinge – schonend und sicher. Widerhaken klemmen wir persönlich grundsätzlich ab.

Spoons und ihre Formen

Auch bei Forellenblinkern unterscheiden wir zwischen leichten und schweren Varianten. Im UL-Bereich bewegen wir uns bei Ködergewichten zwischen 0,5 g und maximal 3,5 g. Das Gewicht wird dabei weniger über die Größe als über die Stärke der Lackschicht beeinflusst. Natürlich variieren Spoons auch in ihrer Grundgröße und damit im Gewicht – vielmehr geht es hier aber um verschiedene Gewichtsklassen innerhalb einer Form.

Schlanke und längliche Form

Diese Blinker werden meist schnell gefischt und eignen sich hervorragend für strömungsreiche Gewässer. Twitchst Du den Köder, schlägt er unkontrolliert seitlich aus und setzt damit einen zusätzlichen Reiz.

Tropfenförmige & bauchige Spoons

Diese Form erzeugt viel Druck, taumelt stark und arbeitet ideal in der mittleren Gewässersäule. Sie ist die vielseitigste Variante und für fast jeden Gewässerbereich einsetzbar – je nach Gewicht. Am besten fischt man sie mit kurzen Einholstopps. Je nachdem, ob die bauchige Seite Richtung Vorfach oder Richtung Haken zeigt, verändert sich das Laufverhalten des Köders grundlegend.

Rautenförmige Forellenblinker

Ideal für starke Strömungen, tiefes Fischen und den Einsatz grundnah. In Naturgewässern abseits kommerzieller Anlagen hervorragend für Gumpen geeignet. Als Mischform aus länglich und bauchig ist er ein vielseitiger Allrounder.

Klassischer Blinker

Die Blattform ist die klassische und älteste Blinkerform – nicht nur bei Forellenspoons, sondern auch bei größeren Vertretern wie dem Hechtblinker gilt sie als Urform.

Japanblinker & Eigenschaften in der Übersicht

FORM EIGENSCHAFT METHODE BEISPIEL
Tropfen- und Birnenform Breiterer hinterer Teil. Dadurch hinten schwerer als vorne. Sinkt bei kurzen Spinn-Stops flatternd mit dem Hinterteil ab. Geeignet für Steady-Retrieve, Taumeltaktik und Jiggen. Space Spoon
Rautenform Mischform aus Blatt- und länglicher Form. Lässt sich je nach Ausprägung auf der jeweiligen Art der genannten Formen fischen. z.B. Twitchen, Spinn-Stopps, einfaches Einleiern Forellen Meister
Blattform Klassische Blinkerform. Sinkt durch hohen Wasserwiderstand langsam flatternd ab. Steady-Retrieve mit Spinn-Stopps, Taumeltaktik, Twitchen Turbo Spoony
Längliche Form Stromlinienförmig ist sie die schmalste Art der Spoons. Geringer Strömungswiderstand. Besonders gut für Gumpen geeignet. Steady-Retrieve, Twitchen Speed Trout

Forellenblinker: Wann fische ich welches Dekor?

Auch bei Spoons gilt: Trau Deinem Lieblingsköder. Wer mit einem Köder Erfolg hatte, fängt damit weiter Fische. Dennoch gibt es für unterschiedliche Licht- und Gewässerverhältnisse passende Dekore – und viele Angler wechseln ihren Spoon im Laufe eines Tages mehrmals.

Früh morgens und am Vormittag bei aufgehender Sonne sind satte Grün- und Blautöne gefragt. In der prallen Mittagssonne lieber kontrastreiche oder stark reflektierende Farben wie Gold oder schwarz-weiß. An bedeckten oder regnerischen Tagen entweder ein knalliger Firetiger-Look oder ein dunkles Dekor in Braun, Schwarz oder Olivgrün.

INFO:
Mittlerweile gibt es diverse Forellenblinker mit matter Lackierung – Matt-Schwarz, Matt-Grün oder Matt-Braun sind gängige Varianten.

Im klaren Wasser greifen wir lieber zu natürlichen Dekoren wie dem klassischen Forellen-Design. Eine feste Regel gibt es nicht – fischt das, womit ihr Erfolg habt.

Weitere Köder am Forellensee

Neben Spoons gibt es natürlich weitere Köder, mit denen sich Forellen überlisten lassen. Hier ein kurzer Überblick:

  1. Twister: Ein echter Forellen-Softbait, der sich mit nahezu jeder Spinnfisch-Methode präsentieren lässt.
  2. Powerbait: Der bunte Forellenteig ist ein Klassiker mit nachgewiesener Fängigkeit. Flexibel formbar, in vielen Farben erhältlich und mit verschiedenem Flavour – Knoblauch steht bei Forellen übrigens ganz hoch im Kurs.
  3. Wobbler: Die kleinen Hardbaits sind eine willkommene Abwechslung, wenn nichts mehr funktioniert. Am Forellenteich eher unüblich und nicht überall erlaubt – an Naturgewässern aber durchaus ein echter Game-Changer.
  4. Naturköder: Ob Wurm, Made oder Bienenmade – an nahezu jeder Forellenanlage gibt es Naturköder zu kaufen. Die Bienenmade ist ein absoluter Leckerbissen für die Forelle.
  5. Spinner: In allen erdenklichen Dekoren erhältlich, einfach zu fischen und mit hoher Eigenfrequenz – ein solider Köder für den Forellenteich.

Forellenangeln: Methoden & Technik

Den Fisch finden

An guten Tagen musst Du die Forellen gar nicht erst suchen – sie springen aus dem Wasser und jagen sichtbar vor sich hin. Dieses Szenario habe ich selbst schon mehrfach erlebt. Das zieht allerdings auch andere Angler an, und plötzlich drängeln sich nicht nur Fische, sondern auch zahlreiche Ruten an derselben Stelle. Da ist das aktive Suchen manchmal die bessere Wahl.

Strecke machen lohnt sich: den Uferbereich ablaufen, das Gewässer systematisch abfächern, bis Du den Schwarm gefunden hast. Zuläufe, Pumpenbereiche, Überhänge und gut bewachsene Uferzonen sind immer einen Versuch wert. Im Winter hält sich die Forelle oft grundnah auf, im Sommer sucht sie schattige, kühle Bereiche.

Jahreszeitlich lässt sich die Standortwahl in etwa so zusammenfassen:

  • Im Winter bevorzugen Forellen tiefere Gewässerregionen und stehen grundnah. Eine langsame Köderpräsentation ist hier die richtige Wahl.
  • Im Frühjahr und Herbst ist die Forelle am aktivsten – sie tummelt sich in allen Wasserschichten, ist agil und die Bisse folgen oft Schlag auf Schlag.
  • Im Sommer faulenzen die Fische gerne in der oberen Schicht, beißen zur Mittagszeit eher zurückhaltend und suchen Schatten unter Überständen.

Angelmethoden auf Forelle

Das Angeln mit Spoons ist kein Hexenwerk. Die simpelste Methode: den Köder auf die gewünschte Tiefe absinken lassen und gleichmäßig einkurbeln. Am Forellenteich ist es keine Seltenheit, dass ein Fisch dem Köder meterlang folgt und begutachtet, bevor er zuschnappt. Hast Du Sichtkontakt zum Räuber, mach auf keinen Fall einen Einholstopp – vor allem bei sehr leichten Ködern. Bewegt sich der Spoon nicht mehr, dreht die Forelle ab. Kubelst Du weiter, schnappt sie meist kurz vor Deinen Füßen zu.

Eine weitere Methode nutzt gezielte Einholstopps: Ist die bauchige Seite des Spoons vorne – also Richtung Vorfach – taumelt er beim Stopp senkrecht nach unten. Du kurbelt ein, stoppst kurz, lässt den Blinker absinken und wiederholst das bis zum nächsten Auswurf.

Steady Retrieve

Steady-Retrieve mit Einholstopps ist eine oft gefischte Methode am Forellenteich, neben dem bequemen Einleiern.

Befindet sich die bauchige Seite Richtung Haken und die schmalere Seite am Vorfach, verändert sich das Laufverhalten: Der Köder taumelt beim Stopp schräg nach hinten unten weg, statt senkrecht abzusinken. Beim Einkurbeln bewegst Du ihn fast auf der Stelle – er nähert sich nur in kleinen Schritten dem Ufer.

Ob gleichmäßiges Einkurbeln oder Einholstopps – beide Varianten funktionieren. Mit knackigen Rutenschlägen (Twitchen) kannst Du dem Köder noch mehr Leben einhauchen und unkontrollierte Ausbrüche provozieren, die Forellen selten kalt lassen.

Richtige Bremseinstellung

Die Forelle mag keinen harten Drill mit strammer Schnur. Ganz im Gegenteil: Die Bremse sollte leichtläufig eingestellt sein und dem Fisch ermöglichen, problemlos Schnur zu nehmen. Hat die Forelle gebissen, soll sie zunächst ein paar Meter laufen können, anstatt sofort in der Rute zu hängen. Ist die Bremse allerdings zu leicht eingestellt, kann sich die Schnur verdrehen. Ein bisschen Ausprobieren gehört hier dazu – aber den Dreh hast Du schnell raus.

Der richtige Anschlag

Forellen stupsen ihre Beute gerne erst an, bevor sie wirklich zupacken. Den Anschlag beim ersten Köderkontakt zu setzen ist deshalb fast immer vergeblich – und trotzdem instinktiv fast unvermeidbar. Spürst Du einen Anstupser, ruhig bleiben, weiter führen und kurz warten. Danach kommt der echte Biss. Erst wenn die Rute sich deutlich biegt, setzt Du den Anhieb – dann sitzt der Haken zuverlässig. Das braucht etwas Übung, zahlt sich aber schnell aus.

Angeln am Forellenteich: Video

Wie ein Ausflug an den Forellenteich in der Praxis aussieht, zeigen Toni und Daniel im folgenden Video. Die beiden haben sich spontan für einen Besuch an einer solchen Anlage entschieden – mit JigSpinner, Wobbler, Gummi und natürlich Spoons aus unserem Forellenköder-Set auf Regenbogen- und Lachsforelle.

Lust bekommen, Deinem Forellenteich wieder einmal einen Besuch abzustatten?

Viel Spaß und stets tight lines!

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