Klippenangeln in Nordfrankreich: Angeltechniken und Insidertipps - HechtundBarsch.de

Klippenfischen in Nordfrankreich: Angeltechniken, Köder und Geheimtipps für dein Abenteuer

Angeln im Harz: Dein Guide für Ufertouren an den Talsperren Du liest Klippenfischen in Nordfrankreich: Angeltechniken, Köder und Geheimtipps für dein Abenteuer 11 Minuten Weiter Kunstköder fürs Bootsangeln in der Nordsee - Was wirklich funktioniert

Kaum ein Thema wird in deutschsprachigen Angelblogs so stiefmütterlich behandelt wie das Klippenangeln in Nordfrankreich - dabei warten von Crozon bis Calais unzählige Felsenküsten und Klippen auf abenteuerlustige Angler. Wer sich an den Ärmelkanal oder den Atlantik wagt, braucht eine solide Vorbereitung, denn hier ist wirklich Abenteuer angesagt. Genau deshalb bekommst Du von uns die wichtigsten Tackle-Tipps und die besten Angelstellen der Region. Die Felsenküsten im Norden Frankreichs sind schroff, und selbst an ruhigen Tagen ziehen die Gezeiten mit ordentlicher Kraft. Mit unseren Insider-Tipps bist Du bestens gerüstet für den Drill mit den kampfstarken Räubern des Meeres.

Wenn Du unseren Blog schon eine Weile verfolgst, ist Dir bestimmt aufgefallen, dass wir mit diesem Beitrag über das Klippenangeln in Nordfrankreich unsere Angelreise konsequent fortsetzen. Nach den Poldergewässern der Niederlande und Belgiens führt uns der Weg nun in den nördlichen Teil Frankreichs. Dort warten zahlreiche erstklassige Gewässer auf jeden Sportfischer - egal ob im Süß- oder Salzwasser. Angeln hat in Frankreich einen hohen Stellenwert, und die Vorschriften zur Sportfischerei sind erfreulich offen und zeitgemäß. Für jeden Angler ist Frankreich schlicht ein Traumziel.

Braucht man in Frankreich einen Angelschein?

Zum Klippenangeln im Meer benötigst Du in Frankreich keinen Angelschein. Jeder darf mit 1 bis 2 Angelruten vom Ufer oder auch vom Boot aus dem Meer nachstellen. Die genauen Regelungen zu geschützten Arten und verbotenen Ködern beziehungsweise Fangtechniken findest Du weiter unten in unserer Linkübersicht für Klippenangler in Frankreich. Ein paar Ausrüstungsgegenstände sind allerdings essenziell und dürfen in keinem Gepäck fehlen - auch dazu liefern wir Dir weiter unten eine übersichtliche Tackle-Liste.

Anfahrt zu den Klippen

Kommst Du mit dem Auto von Belgien aus über Calais zur Côte d’Opale, erheben sich die Klippen und die hügelige Landschaft wie aus dem Nichts vor Dir. Der Unterschied zum flachen Land der Nachbarn könnte kaum größer sein. Selbst das Meer wechselt seine Farbe und wirkt fast schon verzaubert. Je weiter Du nach Süden kommst, desto mehr verwandelt sich das graubraune Meerwasser in ein türkises Blau. Schon von Wissant aus erkennst Du am Horizont die ersten hohen Klippen. Bei Fécamp hast Du ebenfalls einen guten Blick auf die Felsen - hier beginnen die wirklich hohen Küsten der Normandie.

In den bekannten Badeorten Berck-sur-Mer, Fort Mahon-Plage, Le Touquet-Paris-Plage sowie im hübschen Boulogne-sur-Mer findest Du familienfreundliche Sandstrände, ideal für einen entspannten Tag am Meer. Wer die Normandie und die Bretagne zum ersten Mal bereist, verliebt sich häufig in diese einzigartige Region Frankreichs und kehrt immer wieder zu seinen Lieblingsplätzen zurück. Hier triffst Du Familien genauso wie Rucksacktouristen, Pilger und Wohnwagenreisende.

Solltest Du unterwegs andere Angler treffen, geben wir Dir noch ein paar Sprachtipps mit auf den Weg. Damit kannst Du auch mit überschaubaren Französischkenntnissen ohne größere Probleme die besten Fangtechniken und Köder aus den Locals herauslocken.

Angeltechnik und Köder beim Klippenangeln

Beim Klippenangeln gibt es zahlreiche bewährte Techniken und Köder. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob Du auf einer zehn Meter hohen Klippe mit ordentlicher Brandung stehst oder windgeschützt auf ein paar großen Felsen nahe einem Hafen. Das Grundprinzip bleibt gleich: Du führst den Köder über ein Hindernis und angelst teilweise viele Meter tief direkt vor Deinen Füßen. Die Kombination aus Pose und Kunstköder ist beim Klippenangeln keine Seltenheit und bringt oft den entscheidenden Erfolg. Üblich ist eine lange, kräftige Angelrute mit vergleichsweise dickem Material. Klippenangeln ist eine sehr aktive Angelform - je nach Technik und Situation reicht eine Rute pro Angler völlig aus. Du musst der Schnur ständig folgen und verhindern, dass die Wellen sie gegen die Felsen spülen. Grundrute plus Spinnrute gleichzeitig zu führen ist nur eingeschränkt möglich und meist schon zu viel Gepäck für den oft mühsamen Zugang zum Wasser.

Dein Gepäck sollte minimal, aber gut durchdacht sein. Bei einem anstrengenden Marsch zur Angelstelle zählt jedes zusätzliche Kilo - im Idealfall hast Du eine Hand frei, um Dich abzustützen oder abzufangen. Ein gutes Gleichgewicht ist neben passendem Schuhwerk enorm wichtig. Jeder Schritt sollte bewusst gesetzt werden, auf rutschigem Untergrund ist doppelte Vorsicht Pflicht.

Angeltechnik Naturköder

Der klassische Klippenangler in Nordfrankreich nutzt lokale Naturköder, die sich direkt auf den Felsen und Klippen finden. Unzählige Schalentiere, Pflanzen und Schwämme besiedeln die Ufer der steinigen Küsten. In Frankreich darf grundsätzlich jeder - unter Beachtung ein paar wenige Regeln - Muscheln und Co. für den Eigenverzehr oder als Köder sammeln. Am einfachsten gelingt das gemeinsam mit einem einheimischen Sportfischer, der die guten Plätze kennt und geschützte Arten im Zweifel sofort erkennt.

Naturköder zum Klippenangeln tun

Mit einem kleinen Vorrat an Naturködern kannst Du die Session starten und später direkt am Angelplatz frische Köder nachsammeln. Ein gutes Taschenmesser und ein geschlossener Eimer sind dabei die besten Freunde jedes Klippenanglers. Ein drittes wichtiges Utensil ist Bindegarn oder ein ähnlicher Faden, mit dem Du den Köder festbinden kannst, ohne ihn mit dem Haken durchstechen zu müssen.

Eine simple Laufposenmontage mit starkem Vorfach und Einzelhaken ist die am häufigsten genutzte Technik für erfolgreiches Naturköderangeln an den nordfranzösischen Felsenküsten. Meerposen bringen eine Tragkraft von 50 Gramm und mehr mit. Wirbel und Haken sollten salzwasserfest sein und eine ordentliche Tragkraft haben. Eine Eigenheit vieler nordfranzösischer Klippenangler: Sie fischen ihre Pose ohne Schnurstopper. So lässt sich der Köder kontrolliert absinken und sehr aktiv führen.

Angeltechnik Kunstköder

Das moderne Klippenangeln mit Kunstködern gewinnt in Frankreich zunehmend an Beliebtheit, ist aber noch längst nicht so verbreitet wie beispielsweise in Japan. Meist sind es jüngere Angler, die mit Jig- und Stickbaits ihr Glück versuchen. Beim Klippenangeln unterscheidet man grundsätzlich zwischen Oberflächenködern und Baits, die eher vertikal beziehungsweise tief geführt werden.

Natürliche Farben

Vertikales Fischen funktioniert besonders gut mit der oben beschriebenen Posenmontage. Durch das Umlenken der Schnur über die Pose vermeidest Du Hänger an den Uferfelsen. Im Grunde musst Du beim Wechsel von Natur- zu Kunstköder nicht einmal das Vorfach tauschen. Ein künstlicher Gummiaal ist schon so manchem Fisch zum Verhängnis geworden. Pollack und Wolfsbarsch lieben diese Aale und attackieren sie mit voller Wucht. Natürliche Farben liefern hierbei die besten Ergebnisse.

Köder beim Spinnfischen

Zum Spinnfischen an der Oberfläche eignen sich alle Kunstköder, die einem Beutefisch ähneln. Stickbaits oder große Popper sind hier ideal und garantieren ein großes Spektakel, wenn die Fische richtig in Beisslaune sind. Dabei brauchst Du keine Sorge zu haben, den Köder zu schnell einzuholen.

Salzwasserfliege

Ein echter Geheimtipp ist die Salzwasserfliege, montiert mit einem möglichst feinen Vorfach an einer Wasserkugel. Damit stehen die Chancen auf eine vorsichtige, große Meeräsche oder einen kräftigen Wolfsbarsch richtig gut. Diese Technik stammt ursprünglich von den irischen Lachsanglern, die die Montage von den großen Seen an die Küstengewässer brachten.

Sobald Du einen Vogelschwarm auf die Wasseroberfläche stürzen siehst oder kleine Futterfische panisch aus dem Wasser springen, kannst Du ziemlich sicher sein, dass sich Räuber im Wasser aufhalten. Manche Kunstköderangler suchen gezielt nach solchen fressenden Fischen. Andere probieren lieber breit gestreut an allen Hotspots ihr Glück, in der Hoffnung, dass ein Räuber gerade am Platz steht. Welche Taktik für Dich passt, hängt letztlich von Deinen eigenen Vorlieben ab.

Angelausrüstung zum Klippenangeln

Klippenangler führen stets nur eine kleine, aber gut sortierte Ausrüstung mit sich. Trotzdem solltest Du auf zahlreiche Hänger und Abrisse vorbereitet sein - ein Zwiespalt, den Du beim Packen immer im Hinterkopf behalten solltest. Sehr praktisch ist es, erst am Angelplatz zu entscheiden, was tatsächlich in die Tasche oder den Rucksack kommt. Je nach Spot packst Du eher etwas mehr Blei oder Posen ein, dazu die passenden Kunstköder - der Rest bleibt im Auto. Deine Beine werden es Dir danken!

Coastguard in Nordfrankreich

Die Grundausrüstung zum Klippenangeln besteht aus einer mindestens 3,50 Meter langen Angelrute. Die Rute sollte genügend Rückgrat mitbringen und ein Wurfgewicht von mehr als 100 Gramm stemmen können. Alternativ funktioniert auch eine kürzere Rute, etwa 2,75 Meter mit bis zu 90 Gramm Wurfgewicht - diese dann eher mit Kunstködern, vor allem beim Speed Jigging mit einer geflochtenen Schnur auf der Rolle. Die lange Rute eignet sich besser fürs Naturköderangeln mit Pose oder für eine Grundmontage weiter draußen.

Im Grunde kannst Du beide Ruten mit nur einer Rolle betreiben und diese entsprechend wechseln. Praktischer ist es allerdings, für jede Rute eine eigene Rolle zu haben. Eine Rolle wird mit 0,45 mm Monofilschnur bespult, die andere je nach Vorliebe oft mit geflochtener Schnur. Eine geflochtene Schnur bietet den großen Vorteil des direkten Kontakts zum Köder. Beim Jiggen und anderen Kunstköder-Techniken sind direkter Kontakt und viel Gefühl entscheidend.

Der Nachteil: Felsen können geflochtene Schnüre schnell beschädigen. Eine monofile Schnur bietet dafür den Vorteil der Dehnung - wenn ein Fisch durch die Luft an den Angelplatz gehoben wird, schlitzt der Haken seltener aus als bei einer dehnungslosen geflochtenen Schnur.

Neben der passenden Rolle und Rute gehören noch ein paar weitere Ausrüstungsgegenstände zur Grundausstattung fürs Klippenangeln. Weiter unten findest Du eine hilfreiche Linkliste, und hier zunächst unsere kurze Übersicht, die Dir das Packen für Nordfrankreich ein wenig erleichtert.

Angelausrüstung Klippenangeln Packliste:

  • 2x Angelrute / 2x Angelrolle
  • Wanderschuhe
  • Regenjacke (auch bei gutem Wetter)
  • ggf. Rettungsweste
  • Taschenmesser
  • Zange zum Hakenlösen und zur Vorfachmontage
  • Vorfächer und Bindegarn / Faden
  • Wirbelsortiment Salzwasser extra stark
  • Posen und Schnurstopper
  • Sortiment Kunstköder
    1. Gummiköder für Drop Shot o. Ä.
      Jigging Baits und Prop Baits
      Fliegen
      Topwater Baits
      kleine Pilker
  • Naturköder - je nach Verfügbarkeit kaufen oder vor Ort sammeln
  • Taschenlampe und Kopflampe, Signalleuchte, Ersatztelefon
  • Kescher für Klippen und Häfen oder ein Gaff mit extra langer Stange
  • gute Sonnenbrille und Sonnenschutz, Trinkwasser

Angelstellen an der Küste in Nordfrankreich

Die erste Angelstelle, die wir Dir für Deinen Nordfrankreich-Trip empfehlen, liegt bei Yport und lässt sich nur bei Ebbe befischen. Möglicherweise musst Du Dir den Spot mit den örtlichen Wellenreitern teilen, kannst aber prima von den Felsen aus die guten Stellen anwerfen. Die imposanten Klippen im Rücken erinnern Dich ständig daran, bei aufkommender Flut rechtzeitig zum Strand zurückzukehren.

Ein Stück weiter liegt die Landzunge La Falaise d'Amont, wo Du relativ einfach ans Wasser kommst und die Fische im klaren Wasser gut ausmachen kannst. Die Vorfreude beim Abstieg über die Treppen ist riesig, wenn unten in Wurfweite ein paar Wolfsbarsche oder Meeräschen ihre Runden ziehen.

Von Tréveneuc bis Godelins findest Du zahlreiche gute Angelstellen. Von den verschiedenen Strände aus erreichst Du die Spots bei den Klippen ohne großen Aufwand - ein guter Tipp für alle Einsteiger im Klippenangeln. Das Wasser ist hier sehr klar, und oft kannst Du die Fische direkt an den Spots im Wasser sehen.

Frankreich Angelreise Tipps

Salut und Bonjour solltest Du drauf haben. Mit ein paar einfachen Sprachbrocken kommst Du in Frankreich schnell mit den Einheimischen ins Gespräch. Ob Du am Ende nur die Hälfte verstehst, ist gar nicht schlimm - Hauptsache, Du hast es probiert und Deinen guten Willen gezeigt. Den Rest erklärst Du eben mit Händen und Füßen … voilà.

Französisch

Deutsch

Très bien, merci

Dankeschön, sehr gut

Je m'appelle…

Ich heiße...

En chanté

Angenehm, Sie kennenzulernen

Je suis désolé

Es tut mir leid

Je ne parle pas français

Ich spreche kein Französisch

Je ne comprends pas

Ich verstehe es nicht

Aidez-moi, s'il vous plaît!

Bitte helfen Sie mir!

Retirer de l'argent

Geld abheben

Magasin

Geschäft

Aller pêcher

Angeln gehen

Loup de mer / Bar

Wolfsbarsch

Mulet

Meeräsche

Reisen in Frankreich kann ordentlich ins Geld gehen - vor allem wegen hoher Spritpreise und Mautgebühren auf den Autobahnen. Kleine, lokale Tankstellen sind meist deutlich günstiger als die großen Raststätten. Wer genug Zeit mitbringt, kann seine Anreise über die Landstraßen planen, dabei die schöne Natur genießen und das gesparte Mautgeld lieber in ein gutes Abendessen stecken.

Linktipps Klippenangeln Nordfrankreich

Zum Abschluss unseres Beitrags über das Klippenangeln in Nordfrankreich geben wir Dir noch ein paar praktische Linkempfehlungen mit auf den Weg. Falls Du persönlich noch weitere Tipps und Empfehlungen kennst, die wir hier nicht erwähnt haben, freuen wir uns immer über einen Kommentar von Dir unter diesem Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden vor dem Veröffentlichen geprüft.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.